Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Identifikation der Ursache von Pflanzenschäden im biologischen Anbau von Topfkräutern sowie Erarbeitung von wirksamen Vermeidungsstrategien und Gegenmaßnahmen; Teilvorhaben 1: Identifikation von Biotopfkräutersubstraten mit phytotoxischem Potential - Akronym: Biotopfkraeuter

Anschrift
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Zentrum für Forschung und Wissenstransfer Institut für Gartenbau Fachgebiet Pflanzenernährung
Am Staudengarten 14
85354 Freising
Kontakt
Prof. Dr. Elke Meinken
Tel: +49 8161 71-3658
E-Mail schreiben
FKZ
2220MT007A
Anfang
01.10.2021
Ende
30.09.2024
Aufgabenbeschreibung
Der Anbau von Topfkräutern hat in Deutschland in den letzten 20 Jahren beträchtlich an Bedeutung gewonnen. Gut 30 % davon werden bereits nach den Vorgaben der EU-Bioverordnung bzw. der Bioanbauverbände kultiviert. Allerdings traten in den letzten Jahren bei organisch gedüngten Topfkräutern in torfreduzierten Substraten vermehrt Schadsymptome – Keimhemmungen bzw. chlorotische und nekrotische Keimblätter sowie in der Folge ein vermindertes Pflanzenwachstum – auf, die offensichtlich mit dem Substrat bzw. der Düngung in Verbindung stehen, deren genaue Ursache aber nicht abschließend geklärt ist. Eine Gemeinsamkeit in vielen Fällen sind hohe Ammoniumstickstoffgehalte in den Substraten, die allerdings als direkte Schadursache auszuschließen sind. Vielmehr deutet sich eine komplexe, in der Mikrobiologie begründete Ursache an. Die mit diesen Schäden einhergehende Unsicherheit, stellt für Topfkräuterproduzenten und Substrathersteller ein erhebliches Problem dar und ist mit ein Grund dafür, warum einerseits Betriebe vor der Umstellung der Produktion von torfbasierten auf torfreduzierte Substrate und von mineralischer auf organische Düngung zurückschrecken und andererseits Substrathersteller die Anteile von Torfersatzstoffen in Topfkräutersubstraten oft auf das von den Anbauverbänden vorgeschriebene Minimum begrenzen. Die Ziele des Forschungsvorhabens sind: (a) die Aufklärung der tatsächlichen Schadursache und darauf aufbauend (b) die Ableitung von Methoden und Richtwerten für die Qualitätssicherung von Topfkräutersubstraten sowie (c) die Entwicklung von Vermeidungsstrategien, die im besten Fall verhindern, dass überhaupt Schäden auftreten, oder durch die das Auftreten von Schäden minimiert werden kann, wenn das Substrat ein erhöhtes Schadrisiko aufweist.

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