Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Förderaufrufe

Einzelne Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe untersetzen die jeweiligen Förderschwerpunkte im Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ sowie im Waldklimafonds. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

Antragstellern steht es frei, Projektideen auch außerhalb dieser Bekanntmachungen und ohne besondere Fristen bei der FNR einzureichen.


Nährstoffnachhaltigkeit – Langfristiger Erhalt der Standortqualität in Wäldern

Veröffentlichungsdatum: 29. Januar 2021

Ihr Ansprechpartner beim WKF:
Benedikt Wilhelm, b.wilhelm(bei)fnr.de, +49 3843 6930-342

Einreichungsfrist für Skizzen: Mittwoch, der 30. Juni 2021

Waldböden versorgen die Bäume mit Nährstoffen, puffern Schadstoff- und Säureeinträge und liefern sauberes Trinkwasser. Für die Vitalität und das Wachstum der Bäume ist eine ausgewogene Versorgung der Waldböden mit den Hauptnährelementen Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium wichtige Voraussetzung.

Die Ergebnisse der zweiten Bodenzustandserhebung zeigen, dass Luftreinhaltung und flankierende forstliche Maßnahmen, wie z. B. der Umbau von Nadel- in Laub- und Mischwald, die Waldböden positiv beeinflusst haben. So spiegeln sich die Erfolge in geringeren Schwefel- und Bleigehalten in Nadeln und Blättern sowie einer verbesserten Calcium- und Magnesiumernährung der Bäume wider. Jedoch sind die Böden nach wie vor von einer anhaltenden Überversorgung mit Stickstoff geprägt.

Für die Produktion des nachwachsenden Rohstoffs Holz, den Naturhaushalt und den Klimaschutz sind Waldböden von zentraler Bedeutung. Bei einer negativen Nährstoffbilanz kommt es zu einer Verarmung und damit Verschlechterung des Bodens. Ziel einer umfassend nachhaltigen Forstwirtschaft muss es daher sein, die Biomassenutzung so zu gestalten, dass das Standortpotenzial der Waldböden dauerhaft erhalten bleibt. Dabei sind auch Erkenntnisse zu der erwarteten zukünftigen Entwicklung der Waldböden auf Grund des voranschreitenden Klimawandels und den damit veränderten Niederschlagsregimen und ggf. Änderungen in der Summe der zu erwartenden Niederschlagsmengen einzubeziehen.

Im Rahmen des Fachgespräches „Nährstoffnachhaltigkeit – Langfristiger Erhalt der Standortqualität in Wäldern“ am 16. Oktober 2018 bei der FNR, wurden die aktuellen Probleme hinsichtlich einer nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder unter Berücksichtigung der im Waldboden vorhandenen und für das Baumwachstum wichtigen Nährelemente präsentiert und von Experten diskutiert. Hierbei wurde festgestellt, dass erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht, um Wissenslücken zu schließen und angepasste Lösungen für waldwirtschaftliche Prozesse zu entwickeln.

Download des vollständigen Förderaufrufes

Transnationaler ForestValue Aufruf zu „nachhaltiger und multifunktionaler Nutzung und Bewirtschaftung von Wäldern“ und „Bauen mit Holz“

Veröffentlichungsdatum: 19. Januar 2021

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:

Ronny Winkelmann, r.winkelmann(bei)fnr.de, +49 3843-6930-334 (fachliche Fragen)
Carina Lemke, c.lemke(bei)fnr.de, +49 3843 6930-169 (Fragen zur internationalen Zusammenarbeit)

Einreichungsfrist für Skizzen: Dienstag, der 13. April 2021

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE) im Rahmen eines transnationalen Aufrufs zu den Themen „nachhaltige und multifunktionale Nutzung und Bewirtschaftung von Wäldern“ sowie zu „Bauen mit Holz“ zu fördern. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR).

Im Rahmen des ERA-NET CoFund ForestValue stellen 15 Förderorganisationen aus 10 Ländern insgesamt bis zu 11,5 Mio. € für die Unterstützung transnationaler Forschungsvorhaben im Bereich der forstbasierten Bioökonomie bereit.

Im Fokus des aktuellen Aufrufs stehen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Forst- und Holzsektor, die dazu beitragen, die Wirtschaft unabhängiger von fossilen und anderen nicht-erneuerbaren Rohstoffen zu machen und eine biobasierte Ökonomie aufzubauen.

Projektskizzen mit deutschen Partnern können in folgenden Themenbereichen eingereicht werden:

  • die nachhaltige und multifunktionale Nutzung und Bewirtschaftung von Wäldern mit dem Ziel, ihren Beitrag zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG) der Vereinten Nationen zu maximieren, und
  • Bauen mit Holz

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt vier Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ für die Realisierung innovativer, anwendungsorientierter Forschungsprojekte, die über den Stand der Technik hinausgehen, zur Verfügung. Vorhaben, die auf Maßnahmen zur Anpassung des Waldes an den Klimawandel, der Sicherung der Klimaschutzfunktion des Waldes (der Wald als CO2-Senke) oder Verwertung von aus der Landwirtschaft stammenden biogenen Rohstoffe zielen, werden nicht gefördert.

Projektskizzen für transnationale FuE-Vorhaben können bis zum 13. April 2021, 13:00 Uhr zentral über das ForestValue Submission System auf der ForestValue WebSite https://forestvalue.org/joint-call-2021/ eingereicht werden. Deutsche Antragsteller sind zudem verpflichtet, parallel zur zentralen Einreichung der Projektskizze ein deutschsprachiges Zusatzformular (verfügbar unter:  https://fnr.de/fileadmin/fnr/pdf/ForestValue_jc2_Zusatzformular.doc) auszufüllen und an r.winkelmann(bei)fnr.de  zu senden.

Der vollständige Bekanntmachungstext sowie alle notwendigen Informationen zu Teilnahmebedingungen und Antragsverfahren sind auf der ForestValue Website unter https://forestvalue.org/joint-call-2021/  hinterlegt.

Download des vollständigen Aufruftextes

Moorbodenschutz über die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen aus der Paludikultur

Veröffentlichungsdatum: 05.01.2021

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Merten Christian Minke, m.minke(bei)fnr.de, +49 3843 6930-254

Einreichungsfrist für Skizzen: Montag, den 05.04.2021

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE) im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Moorbodenschutz über die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffe aus der Paludikultur“ zu fördern. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung.

Im Rahmen des Klimaschutzplanes 2050 und des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung wurden u.a. Maßnahmen zum Schutz von Moorböden und damit einhergehend eine Verringerung des Torfabbaus festgelegt. Aus organischen Böden entstehen in Deutschland pro Jahr Treibhausgasemissionen in Höhe von ca. 47 Mio. t CO2-Äquivalente, davon stammen ca. 37 Mio. t aus entwässerten, landwirtschaftlich genutzten Flächen. Weitere Folgen der Entwässerung sind bspw. Bodendegradierung und Moorsackung sowie der Verlust von standorttypischer Biodiversität, der Verlust der Wasserfilter-, Wasserspeicher- und Rückhaltefunktion und eine gesteigerte Belastung von Grund- und Oberflächenwasser durch Nährstoffausträge. Für die Erreichung des Ziels einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen ist die Wiedervernässung der Moore von entscheidender Bedeutung. Um dabei eine vollständige Nutzungsaufgabe zu vermeiden, bedarf es einer Anpassung der Nutzung an die angehobenen Wasserstände. Infrage kommen hierfür die extensive Feuchtgrünlandnutzung sowie Formen der Paludikultur, d.h. der Land- und Forstwirtschaft auf nassen oder wiedervernässten Moorstandorten.

Bislang ist die Paludikultur in Deutschland auf traditionell nasse Nutzungsformen und auf landschaftspflegerische Maßnahmen sowie erste Versuche der Umsetzung beschränkt. Ein traditionelles Beispiel für Paludikultur ist der Anbau von Reet für die Dachdeckerei.

Mit Paludikultur ergeben sich jedoch weitere alternative Nutzungskonzepte, die eine produktive Nutzung wiedervernässter Moorstandorte ermöglichen. So kann die oberirdische Biomasse von Paludikultur-Pflanzen stofflich oder energetisch ver­wertet werden. Innovative und nachhaltige Nutzungen stellen etwa die Verwertung von Röhricht für Baustoffe oder der Anbau von Torfmoosen als Torfersatz in Substraten für den Gartenbau dar.

Die standortangepasste, dauerhafte Bewirtschaftungsform der Paludikultur ist zudem mit vielfältigen positiven Wirkungen insbesondere für den Klima-, Umwelt- und Naturschutz (z.B. Torferhalt, Gewässerschutz durch Nährstoffrückhalt, Artenschutz durch Erhalt und Schaffung von Lebensräumen bei gleichzeitigem Erhalt der Nutzfläche) verbunden.

Ziel des vorliegenden Förderaufrufs ist es, FuE-Vorhaben zu Nutzungskonzepten von Paludikulturen, ggf. auch kombiniert mit anderen Nutzungsalternativen, unter Berücksichtigung der aktuellen ordnungspolitischen und gesellschaftlichen Rand- und Rahmenbedingungen zu fördern und Impulse für die Praxis zu geben.  Dabei stehen innovative und praxistaugliche FuE-Vorhaben, die die landwirtschaftliche Nutzung von bestehenden und wiedervernässten Moorstandorten zum Ziel haben, im Fokus. Untersuchungen zu ökologischen und ökonomischen Fragestellungen im Kontext der Paludikultur und Vorhaben, die der Information und Kommunikation des Einsatzes von Rohstoffen aus der Paludikultur dienen, sind ebenfalls in den Förderaufruf eingeschlossen.

Im Rahmen des Aufrufs werden keine Vorhaben zu Moorwäldern und/oder zur Holzproduktion und/oder -verwertung aus Moorwäldern gefördert.

Auf die Fördermöglichkeiten des Waldklimafonds wird verwiesen.

Die Förderung von torffreien Produktionsverfahrensansätzen (z.B. Hydrokultur, Hydroponikverfahren) ist ebenfalls nicht Gegenstand des Aufrufs.

Download des vollständigen Förderaufrufs

Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Einsatz torfreduzierter Substrate im Friedhofsgartenbau

Veröffentlichungsdatum: 15. Dezember 2020

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Merten Christian Minke, m.minke(bei)fnr.de, +49 3843 6930-254

Einreichungsfrist für Skizzen: Montag, der 15. März 2021

Direktlink Skizzenformular

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Modell- und Demonstrationsvorhaben im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Einsatz torfreduzierter Substrate im Friedhofsgartenbau“ zu fördern. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung.

Im Rahmen des Klimaschutzplanes 2050 der Bundesregierung vom 14. November 2016 wurden u. a. Maßnahmen zum Schutz von Moorböden festgelegt. So soll der Torfabbau schrittweise reduziert und perspektivisch eingestellt werden, um die klimaschädliche Kohlenstofffreisetzung zu unterbinden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Verwendung von Torf als Kultursubstrat in den verschiedenen Sparten des Profigartenbaus wie dem Friedhofsgartenbau stark zu vermindern.
Eine Substitution von Torf ist in der Sparte Friedhofsgartenbau von speziellem Interesse, da hier der Torfanteil besonders hoch liegt.

In Deutschland werden gemäß Angaben des Industrieverbandes Garten e.V. derzeit jährlich auf unter 9.000 Hektar etwa 4 bis 5 Millionen Kubikmeter Torf abgebaut, wobei der überwiegende Teil des deutschen Torfs aus Niedersachen kommt. Daneben werden ca. 3,7 Millionen Kubikmeter torfbasierte Rohstoffe und Substrate importiert. Rohstoffe mit nennenswerten Anteilen an der Substratherstellung sind bspw. Kompost, Holzfasern, Rinde bzw. Rindenhumus und Kokos.

Die aktuell in Deutschland erhältlichen Torfersatzstoffe reichen grundsätzlich aus, um den Einsatz von Torf in der Friedhofsgärtnerei größtenteils, im Idealfall vollständig, ersetzen zu können. Die Potenziale zur Herstellung von Torfersatzstoffen aus heimischen Rohstoffen sind hingegen nicht ausgeschöpft. Zukünftig sind weitere Roh- und Reststoffe aus der Landwirtschaft/Holzwirtschaft und der Paludikultur als Torfersatzstoffe für den industriellen Einsatz weiterzuentwickeln. Die Qualität der Torfersatzstoffe stellt dabei einen wesentlichen Grundstein bezogen auf die Bereitschaft zur Substratumstellung dar.

Die Forschung zu Torfersatz in Kultursubstraten wird seit vielen Jahren von der Bundesregierung unterstützt und hat bereits gute Ergebnisse erzielt. Es zeigt sich, dass der Wissenstransfer der Forschungsergebnisse in die Praxis optimiert werden kann. Ergebnisse und Erkenntnisse aus Forschung und aus Versuchen zu torfreduzierten/-freien Substraten müssen möglichst umfangreich in der Praxis verbreitet werden. Es soll modellhaft demonstriert werden, dass die Qualität von torfreduzierten/
-freien Produkten, auch in Mischungen mit der vor Ort anstehenden Erde, mindestens gleichwertig zu den torfhaltigen Substraten ausfällt.

Mit dem vorliegenden Förderaufruf ist das BMEL bestrebt, Ergebnisse bereits durchgeführter FuE-Arbeiten zu Torfersatzsubstraten im Rahmen von Modell- und Demonstrationsvorhaben speziell für den Bereich Friedhofsgartenbau in der Fläche umzusetzen und deren Ergebnisse als eine Blaupause für die Übertragung auf möglichst viele Standorte bereitzustellen.

Das Vorhaben soll bundesweit auf vier Modell- und Demonstrationsflächen durchgeführt werden.

Download des vollständigen Aufrufs

Anwendungsorientierte Forschungen zum mehrgeschossigen Holzbau

Veröffentlichungsdatum: 1. Dezember 2020

Ihr Ansprechpartner bei der FNR: Ronny Winkelmann, r.winkelmann(bei)fnr.de, +49 3843 6930-334

Einreichungsfrist für Skizzen: Montag, der 31. Mai 2021

Direktlink zum Skizzenformular

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben im Rahmen eines  befristeten Aufrufs zum Thema „Mehrgeschossiger Holzbau“ zu fördern. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR).

Der Holzbau ist gegenwärtig fester Bestandteil politischer Strategien und Maßnahmen (u.a. Klimaschutzplan 2050, Klimaschutzprogramm 2030, Charta für Holz 2.0). Insbesondere in den Bereichen Klimaschutz, Ressourceneffizienz sowie Wohnungs- und Baupolitik kommt der Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft im Bauwesen eine stetig wachsende Bedeutung zu. Ein hohes Treibhausgas(THG)-Minderungspotenzial, eine vergleichsweise geringe Bauzeit, Vorteile beim Rückbau und vielfältige Optionen zur Wiederverwertung von Materialien spielen dabei eine wichtige Rolle. Gleichzeitig verknappen sich zunehmend konventionelle nicht nachwachsende Rohstoffe wie zum Beispiel Bausande und Gips.

Dementsprechend sollen aktuelle Hemmnisse beim mehrgeschossigen Bauen mit Holz abgebaut und zukunftsfähige Lösungen entwickelt werden.

Mit einem Marktanteil von 2,8 Prozent in Deutschland stellt der Bereich des mehrgeschossigen Wohnungsbaus für den Holzbau bislang einen Nischenmarkt dar. Chancen und Potentiale des klimafreundlichen Bauens werden damit noch unzureichend genutzt. Die weltweit zunehmende Zahl von Leuchtturmprojekten und gebauten Beispielen belegen, dass das Bauen mit Holz nicht nur in den Gebäudeklassen 4 (bis 13 m Höhe) und 5 (bis 22 Meter Höhe), sondern auch darüber hinaus zunehmend als eine klimafreundliche, attraktive Alternative und Ergänzung zu herkömmlichen Bauweisen erkannt wird.

Durch Anpassungen der Landesbauordnungen, die z.T. bereits umgesetzt oder geplant sind, sowie mit den Beschlüssen der Bauministerkonferenz vom September 2019 soll das mehrgeschossige Bauen mit Holz auch in Deutschland durch Abbau ungerechtfertigter Hemmnisse im Bauordnungsrecht erleichtert werden.

Der Förderaufruf zur anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung unterstützt somit die Umsetzung der politischen Ziele und trägt zur Etablierung von Holz- und Holzhybridbauweisen im mehrgeschossigen Bauen bei. Neben material- und verfahrensspezifischen Herausforderungen und Lösungen bei der Planung und Errichtung von mehrgeschossigen Gebäuden werden dabei auch Hemmnisse und Potenziale auf struktureller Ebene adressiert.

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Bekanntmachung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Förderung von transnationalen Forschungsvorhaben im Rahmen der Nationalen Bioökonomiestrategie „Bioökonomie International – Deutschland - Brasilien“

Veröffentlichungsdatum: 8.10.2020

Einreichungsfrist: 19.03.2021, 15:00 Uhr CET

Antragstellung:www.bioeconomy-international.de/2021

Organisator. Fragen:

Fachliche Fragen:     

  • Dr. Norbert Holst; +49 3843 6930-118; n.holst(bei)fnr.de (bzgl. „industrielle Nutzung nachwachsender Rohstoffe“)
  • Wenke Stelter; +49 3843 6930-122; w.stelter(bei)fnr.de (bzgl. „Arzneipflanzen“)

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, mithilfe der Förderung von Verbundvorhaben zu Forschung und Entwicklung (FuE) unter Beteiligung ausländischer Verbundpartner die Umsetzung der Nationalen Bioökonomiestrategie im internationalen Kontext zu stärken.

Die Nationale Bioökonomiestrategie der Bundesregierung (Veröffentlichung Januar 2020) zielt auf die Unterstützung des Wandels von einer überwiegend auf fossilen Rohstoffen basierenden Wirtschaft hin zu einer an natürlichen Stoffkreisläufen orientierten, nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise. Dabei wird Forschung als der Schlüssel eingestuft, mithilfe dessen die Potenziale der Bioökonomie erkannt und gehoben werden können. Unternehmen implementieren bereits jetzt zunehmend nachhaltige Prozesse und Produkte, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei soll die Umsetzung der Bioökonomie im Einklang mit den Anstrengungen zur weltweiten Ernährungssicherung erfolgen. Zur Realisierung der Bioökonomie als einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise sind neben nationalen und europäischen Initiativen insbesondere auch internationale Kooperationen erforderlich.

Hier setzt die Fördermaßnahme „Bioökonomie International  2021 – Deutschland-Brasilien“ an. Ihr Ziel ist es, durch Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in enger Zusammenarbeit mit relevanten ausländischen Partnern zu zentralen Fragestellungen der Bioökonomie internationale Kooperationen zu stärken und tragfähige, aktive Partnerschaften aufzubauen. Hierbei sind neben den technologischen Fragestellungen und Entwicklungszielen im Kontext der Bioökonomie auch systemische Ansätze und sozioökonomische Aspekte von Bedeutung.

Die Bekanntmachung ist Teil einer gemeinsamen Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Maßnahme besteht aus zwei komplementären Richtlinien zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen im Bereich der Bioökonomiekooperation mit Brasilien.

Das BMEL beteiligt sich mit dem Titel „Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe“ (beauftragter Projektträger: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., FNR) und wird im Rahmen dieser Initiative Projekte zum Themengebiet 2 „Arzneipflanzen“ sowie einen Teil der Projekte zum Themengebiet 1 „Industrielle Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen“ fördern.

Das BMBF wird ausschließlich Projekte zum Themengebiet 1 „Industrielle Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen“ fördern (siehe Nummer 2 Gegenstand der Förderung).

Beide Ministerien werden sich über die zu fördernden Projekte abstimmen.

Das BMEL wird sich am internationalen Gesamtbudget der Bekanntmachung mit einem Betrag in Höhe von 1.000.000 € beteiligen.

Download des Förderaufrufes

Recyclinggerechte Verwendung von Holz

Veröffentlichungsdatum: 01. Oktober 2020

Ihre Ansprechpartnerin bei der FNR:
Dr. Melanie Blumentritt, m.blumentritt(bei)fnr.de, +49 3843 6930-327

Einreichungsfrist für Skizzen: Mittwoch, der 31.März 2021

Direktlink Skizzenformular

Holz ist als Bau-, Werkstoff und Energieträger nicht mehr aus unserem täglichen Leben wegzudenken. Die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz schont endliche Ressourcen und leistet insbesondere im Bereich der stofflichen Nutzung einen positiven Beitrag zum Klimaschutz. Eine recyclinggerechte Entwicklung und Verwendung von Holzprodukten, z. B. durch Produktdesign sowie effiziente Verarbeitungs- und Verwendungsverfahren von Gebraucht- und Altholz, kann die stofflich verwertbare Holzmenge erhöhen und die positiven Effekte der Kreislaufwirtschaft durch einen geringeren Einsatz von Primärrohstoffen verstärken.

Neben den Aspekten der Ressourcenschonung und Materialeffizienz profitiert zudem das Klima von der Kohlenstoffspeicherung in Holzprodukten. Dies umso mehr, je länger Holzprodukte stofflich verwendet werden.

Werden die verwendeten Holzprodukte z.B. am Ende des Lebenszyklus von Gebäuden wiederaufbereitet, dienen Gebäude und Städte als sekundäres Rohstofflager (Stichwort „Urban Mining“). Nach Aufbereitung kann das anfallende Holz erneut in möglichst langlebigen Produkten Verwendung finden. Dies setzt entsprechendes Produktdesign und die Anpassung von Prozessen und Verfahren voraus.

Der Förderaufruf zielt darauf ab, branchenübergreifende Lösungen zu entwickeln, die einen Mehrwert für den ressourceneffizienten Materialeinsatz, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz durch das Cluster Forst und Holz generieren. Hierbei soll die gesamte Wertschöpfungskette, von der Materialverfügbarkeit über die Rohstoffsammlung, -sortierung,
-auf- und -verarbeitung (u.a. Produktdesign) bis hin zum End-of-Life der entwickelten Produkte abgebildet werden. Dabei sind u.a. Lösungsansätze aus dem Bereich der Digitalisierung und Industrie 4.0 mit einzubeziehen.

Die Vorhaben sollen einen Beitrag für eine nachhaltige Rohstoffbereitstellung und -nutzung leisten und zusätzlich die Umwelt durch Ressourcenschutz, besonders umweltverträgliche Produkte und CO2-Emissionsverminderung entlasten. Die nachhaltige, klimafreundliche und zukunftssichere Nutzung von Ressourcen aus heimischen Wäldern gehört zu den Klimazielen der Bundesregierung und sind ein zentrales Ziel der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft initiierten Charta für Holz 2.0.

Download des vollständigen Aufrufs

Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
Klimafreundliches Bauen mit Holz

Gärtnern ohne Torf - schütze das Klima!

Klimaschützer Wald

NawaRo für Kinder

Bauer Hubert hat Geburtstag

Wissenschaftsjahr 2020/21 Bioökonomie

Die nachwachsende Produktwelt