Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Förderaufrufe

Einzelne Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe untersetzen die jeweiligen Förderschwerpunkte im Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ sowie im Waldklimafonds. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

Antragstellern steht es frei, Projektideen auch außerhalb dieser Bekanntmachungen und ohne besondere Fristen bei der FNR einzureichen.


Holzbasierte Plattenwerkstoffe auf Span- und Faserbasis

Veröffentlichungsdatum: Mittwoch, der 01.12.2021

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Cornelius Abel, c.abel(bei)fnr.de, +49 3843 6930-134

Einreichungsfrist für Anträge: Donnerstag, der 31.03.2022

Holzwerkstoffe sind ein fester Bestandteil in unserem täglichen Leben. In Deutschland werden jährlich ca. 14 Mio. m³ Holzwerkstoffe produziert. Im globalen Vergleich zählt Deutschland damit zu den fünf größten Herstellerländern. Durch einen weltweiten Bevölkerungszuwachs steigt die Nachfrage an Bauprodukten, insbesondere an vielfältig einsatzbaren Holzwerk­stoffen. Der Klimawandel und die damit verbundene Situation in den deutschen Wäldern haben in den letzten Jahren u.a. für eine Änderung der eingesetzten Holzarten und -sortimente innerhalb der Holzindustrie gesorgt. Daneben stehen Themen wie Industrie 4.0 und Alleinstellungsmerkmale von Produkten in der Prioritätenliste der Holzwerkstoffindustrie ganz oben. Stetig neue Anforderungen an die Produkte sind im Vordergrund der Produk­tion. Aber auch der Preisdruck und neue Kapazitäten am Markt machen die wachsende Konkurrenz deutlich.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) initiiert und unterstützt verschiedene internationale und nationale Strategien in den Politikfeldern Nachhaltigkeit, Klima- und Ressourcenschutz. Einen Baustein hierbei bildet die Charta für Holz 2.0 des BMEL, mit der durch die gezielte Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, bei gleichzeitiger Ressourcenschonung durch den effizienten Einsatz von Holzprodukten, der Klimaschutz verstärkt werden soll. In Charta für Holz 2.0 spielen Holzwerkstoffe eine entscheidende Rolle und leisten wichtige Beiträge zu verschiedenen Handlungsfeldern der Charta.

Der Förderaufruf zielt darauf ab, Lösungen für die Holzwerkstoffindustrie und deren aktuelle Herausforderungen zu entwickeln, die einen Mehrwert für die Industrie, den Verbraucher und den Klimaschutz generieren.  Lösungen, wie beispielsweise der Einsatz von Recyclingholz in der Spanplattenproduktion oder Maßnahmen zur Reduzierung bzw. Vermeidung von Formaldehyd- bzw. VOC-Emissionen, gehören bereits weitgehend zum Stand der Technik.

Dennoch besteht dringender Handlungs- und Forschungsbedarf, um die Themenbereiche Formaldehyd, Rohstoff Holz, VOC, Digitalisierung, Technik und Technologie normativ und auf Forschungsebene voranzutreiben.

Download des vollständigen Aufrufs

Forschung zum Thema Torfminderung im Gartenbau durch Nachwuchsgruppen an deutschen Forschungseinrichtungen

Veröffentlichungsdatum: 10. November 2021

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:
Dr. Merten Minke, m.minke(bei)fnr.de, +49 3843 6930-254
Dr. Anke Günther, a.guenther(bei)fnr.de, +49 3843 6930-366

Einreichungsfrist für Skizzen: 10. März 2022

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt im Rahmen des Förderprogramms “Nachwachsende Rohstoffe” (FPNR) Nachwuchsgruppen an deutschen Forschungseinrichtungen zum Thema Torfminderung im Gartenbau zu fördern. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung.

Das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung zur Umsetzung des Klimaschutzplans 2050 sieht für den Freizeitgartenbau in den nächsten sechs bis acht Jahren einen vollständigen und im Erwerbsgartenbau bis 2030 einen weitgehenden Torfverzicht vor. Durch den Verzicht von Torf für gartenbauliche Anwendungen soll der Torfabbau und damit die Freisetzung von Treibhausgasen aus entwässerten Torfmooren reduziert werden. Die Torfminderung soll auf freiwilliger Basis stattfinden und dabei die Wettbewerbsfähigkeit der Substratindustrie und Gartenbaubetriebe erhalten bleiben.

Herausforderungen bei der Torfminderung bestehen darin, dass Substratindustrie und Gartenbau aktuell, aufgrund der bewährten positiven pflanzenbaulichen Eigenschaften, sehr auf torfbasierte Substrate ausgerichtet sind. Torfersatzstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen unterscheiden sich in ihren Eigenschaften (z.B. dem Wasserspeichervermögen oder den Nährstoffgehalten und –verfügbarkeiten) von Torf. Es besteht Bedarf an Forschung und Entwicklung bei der Erzeugung und Aufbereitung von Torfersatzstoffen, der Herstellung torffreier Kultursubstrate und Gartenerden sowie bei der Verwendung torffreier Substrate im Gartenbau.

Für diese z.T. hoch spezialisierten Forschungsbereiche ist es wichtig, auch in Zukunft den notwendigen Fachkräftebedarf zu sichern. Um die für Torfminderung im Gartenbau notwendige akademische Expertise in Deutschland weiter auszubauen, beabsichtigt das BMEL, Nachwuchsgruppen an deutschen Forschungseinrichtungen zu fördern. Ziel des Förderaufrufs ist die Förderung von Nachwuchsgruppen in den Bereichen:

  • Erzeugung und Aufbereitung von Torfersatzstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Entwicklung torfreduzierter und v.a. torffreier Gartenerden und Kultursubstrate
  • Verwendung torfreduzierter und v.a. torffreier Substrate im Hobby- und Erwerbsgartenbau
  • Bewertung der Qualität, Nachhaltigkeit und Ökobilanz torfreduzierter und v.a. torffreier Substrate und die Entwicklung einer Prüfmethode zum Nachweis von Torfmengen in Substraten

Durch die Förderung soll besonders qualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit gegeben werden, über einen zusammenhängenden Zeitraum von bis zu fünf Jahren zu forschen und damit auch die Voraussetzungen für eine Berufung als Hochschullehrerin bzw. als Hochschullehrer zu schaffen. Der Aufruf dient damit auch der Stärkung vorhandener sowie dem Aufbau neuer Forschungskapazitäten zur Entwicklung und Verwendung von torfreduzierten und vor allem torffreien Substraten auf Basis nachwachsender Roh- und Reststoffe. Die Qualifizierung soll durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung in Deutschland, verbunden mit qualifikationsspezifischen Lehraufgaben in angemessenem Umfang, erfolgen.

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Förderaufruf "Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Moorbodenschutz inklusive der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen aus Paludikultur"

Veröffentlichungsdatum: 01. Oktober 2021

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Dr. Anke Günther, a.guenther(bei)fnr.de, +49 3843 6930-366

Einreichungsfrist für Skizzen: 01. Februar 2022

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD-Vorhaben) im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Moorbodenschutz inklusive der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen aus Paludikultur“ zu fördern. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung.

Im Klimaschutzplan 2050 und dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung wurden u. a. Maßnahmen zum Schutz von Moorböden und die Förderung einer standortangepassten und klimaschonenden Bewirtschaftung festgelegt. Für die Erreichung des Ziels einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen ist die Wiedervernässung von primär landwirtschaftlich genutzten entwässerten Moorflächen von entscheidender Bedeutung. Um dabei eine vollständige Nutzungsaufgabe zu vermeiden, bedarf es einer Anpassung der Nutzung an die angehobenen Wasserstände und der Etablierung alternativer Wertschöpfungsketten für die erzeugte Biomasse.  

Die Forschung und Entwicklung zu den Themen Wiedervernässung und Paludikultur wird seit vielen Jahren von der Bundesregierung unterstützt und hat bereits umfangreiche und wertvolle Ergebnisse geliefert. Das BMEL ist bestrebt, dieses erlangte Wissen im Rahmen von MuD-Vorhaben weiter zu vertiefen und modellhaft in der Fläche umzusetzen. 
Die MuD-Vorhaben dienen vorrangig dazu, eine großflächige Umstellung der Bewirtschaftung hin zu torferhaltender, nasser Moornutzung vorzubereiten und für Landnutzende die klimawirksamen Vorteile von Paludikulturen als alternative Nutzungsformen zu demonstrieren. Zu den Zielen gehören insbesondere eine Einschätzung der langfristigen Auswirkungen auf Ökologie und Ökonomie, das Identifizieren von Hindernissen und die Entwicklung von Empfehlungen für Rahmenbedingungen für eine wirtschaftlich lohnende Paludikultur und deren Verwertung in regionalen Wertschöpfungsketten in unterschiedlichen Modellregionen und unter verschiedenen hydrologischen Bedingungen in Deutschland. Dabei ist weiterhin geplant, ein projektübergreifendes Evaluationssystem zu etablieren.

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Zusatzinformationen zum Aufruf

Förderaufruf "Modell- und Demonstrationsvorhaben zur Erhöhung des Anteils von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen"

Veröffentlichungsdatum: 27.9. 2021

Ihr Ansprechpartner bei der FNR: Detlef Riesel, d.riesel(bei)fnr.de, +49 3843 6930-212

Einreichungsfrist für Skizzen: Montag, der 31. Januar 2022

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Modell- und Demonstrationsvorhaben im Rahmen seiner Forschungsförderung zu unterstützen. Dieser Förderaufruf konzentriert sich auf die Förderung von Maßnahmen, Technologien und Konzepten, die beispielgebende Impulse zur Vergärung von Wirtschaftsdüngern setzen und so dazu beitragen, mehr Wirtschaftsdünger in Biogasanlagen energetisch zu nutzen und damit einhergehend die Treibhausgas-Emissionen aus der Tierhaltung zu verringern. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung. Der Förderaufruf ist bis zum 31.01. 2022 befristet.

Zur Erfüllung des Pariser Klimaschutzabkommens hat sich die Bundesregierung verpflichtet, die Treibhausgasemissionen in den Sektoren Gebäude, Verkehr, Kleinindustrie, Landwirtschaft und Abfall (sogenannter Non-ETS-Bereich) um 38 % gegenüber 2005 zu mindern. Arbeitsgrundlage für diese Zielerreichung ist das am 9. Oktober 2019 beschlossene Klimaschutzprogramm 2030.

Eine wichtige Maßnahme im Klimaschutzprogramm ist für den Sektor Land- und Forstwirtschaft die energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft in Biogasanlagen. Die Vergärung von Wirtschaftsdüngern reduziert Methanemissionen in nicht unerheblichem Umfang und trägt durch die Erzeugung von erneuerbarer Energie zur Substitution von fossilen Energieträgern bei. Bislang wird allerdings nur etwa ein Drittel des technisch nutzbaren Potenzials an Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen verwertet. Mit der Förderung von Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) will das BMEL Impulse zur Erhöhung des Anteils von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen setzen. Diese Förderung zielt darauf ab, bundesweit Leuchtturmprojekte zu initiieren, Ergebnisse aus der Forschung in der Praxis umzusetzen und forschungs- und entwicklungsrelevante Erfahrungen zu sammeln.

Mit der Umsetzung der Modell- und Demonstrationsvorhaben sollen beispielhafte und innovative Konzepte mit Vorbildcharakter für eine klimafreundliche und effiziente Energiegewinnung aus Wirtschaftsdüngern entwickelt werden, die als Blaupause für die Übertragung auf möglichst viele Standorte deutschlandweit zur Verfügung stehen und den fachlichen Austausch anreizen.

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