Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Förderaufrufe

Einzelne Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe untersetzen die jeweiligen Förderschwerpunkte im Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ sowie im Waldklimafonds. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

Antragstellern steht es frei, Projektideen auch außerhalb dieser Bekanntmachungen und ohne besondere Fristen bei der FNR einzureichen.


Förderaufruf "Fachinformation für Gartenbaubetrie­be zur Umstellung auf torfreduzierte und torffreie Kultursubstrate"

Veröffentlichungsdatum: 25. März 2021

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Dr. Merten Minke, m.minke(bei)fnr.de, +49 3843 6930-254

Einreichungsfrist für Skizzen: 25. Juni 2021

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Vorhaben im Rahmen eines befristeten Förderaufrufs zum Thema „Fachinformation für Gartenbaubetriebe zur Umstellung auf torfreduzierte und torffreie Kultursubstrate“ zu fördern. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung.

Bei der Torfgewinnung und der anschließenden gärtnerischen Nutzung werden erhebliche Mengen Treibhausgase freigesetzt. Hauptabnehmer von Torf sind laut Zentralverband Gartenbau e. V. in Deutschland neben dem Hobbybereich die rund 52.500 gartenbaulichen Unternehmen. Das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung sieht vor, Torf als Kultursubstrat bis 2030 im Erwerbsgartenbau weitgehend zu ersetzen. Die Gartenbaubetriebe stehen damit vor der Herausforderung, auf torfre­duzierte oder torffreie Kultursubstrate umzusteigen, ihre Wettbewerbs­fähigkeit dabei zu erhalten und weiterhin Pflanzen eines großen Arten­spektrums in hoher Qualität und entsprechender Menge zu produzieren.

In den gartenbaulichen Unternehmen besteht erheblicher Informationsbe­darf zu vielen mit der Verwendung von torfreduzierten und torffreien Sub­straten verbundenen Fragestellungen, etwa zu ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften, zur Verfügbarkeit von Substraten bestimmter Qualität, ihrer Eignung für die jeweiligen Kulturen, möglichen Risiken bei der Verwendung, aber auch zu den für die Umstellung erforderlichen Anpassungen der gärtnerischen Praxis. Diesen Bedarf gilt es abzudecken, um die Reduzierung des Torfeinsatzes im Erwerbsgartenbau zu fördern.

Mit dem vorliegenden Förderaufruf beabsichtigt das BMEL, bundesweit Informationsmaßnahmen zum Einsatz torfreduzierter und torffreier Kultursubstrate in gartenbaulichen Unternehmen zu fördern. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Einsatz von Torf im Erwerbsgartenbau zu verringern, Wissenslücken in diesem Bereich zu schließen und die Wettbewerbsfähigkeit der Gartenbauproduktion trotz Substratumstellung aufrechtzuerhalten.

Download des vollständigen Aufrufs

Nährstoffnachhaltigkeit – Langfristiger Erhalt der Standortqualität in Wäldern

Veröffentlichungsdatum: 29. Januar 2021

Ihr Ansprechpartner beim WKF:
Benedikt Wilhelm, b.wilhelm(bei)fnr.de, +49 3843 6930-342

Einreichungsfrist für Skizzen: Mittwoch, der 30. Juni 2021

Waldböden versorgen die Bäume mit Nährstoffen, puffern Schadstoff- und Säureeinträge und liefern sauberes Trinkwasser. Für die Vitalität und das Wachstum der Bäume ist eine ausgewogene Versorgung der Waldböden mit den Hauptnährelementen Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium wichtige Voraussetzung.

Die Ergebnisse der zweiten Bodenzustandserhebung zeigen, dass Luftreinhaltung und flankierende forstliche Maßnahmen, wie z. B. der Umbau von Nadel- in Laub- und Mischwald, die Waldböden positiv beeinflusst haben. So spiegeln sich die Erfolge in geringeren Schwefel- und Bleigehalten in Nadeln und Blättern sowie einer verbesserten Calcium- und Magnesiumernährung der Bäume wider. Jedoch sind die Böden nach wie vor von einer anhaltenden Überversorgung mit Stickstoff geprägt.

Für die Produktion des nachwachsenden Rohstoffs Holz, den Naturhaushalt und den Klimaschutz sind Waldböden von zentraler Bedeutung. Bei einer negativen Nährstoffbilanz kommt es zu einer Verarmung und damit Verschlechterung des Bodens. Ziel einer umfassend nachhaltigen Forstwirtschaft muss es daher sein, die Biomassenutzung so zu gestalten, dass das Standortpotenzial der Waldböden dauerhaft erhalten bleibt. Dabei sind auch Erkenntnisse zu der erwarteten zukünftigen Entwicklung der Waldböden auf Grund des voranschreitenden Klimawandels und den damit veränderten Niederschlagsregimen und ggf. Änderungen in der Summe der zu erwartenden Niederschlagsmengen einzubeziehen.

Im Rahmen des Fachgespräches „Nährstoffnachhaltigkeit – Langfristiger Erhalt der Standortqualität in Wäldern“ am 16. Oktober 2018 bei der FNR, wurden die aktuellen Probleme hinsichtlich einer nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder unter Berücksichtigung der im Waldboden vorhandenen und für das Baumwachstum wichtigen Nährelemente präsentiert und von Experten diskutiert. Hierbei wurde festgestellt, dass erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht, um Wissenslücken zu schließen und angepasste Lösungen für waldwirtschaftliche Prozesse zu entwickeln.

Download des vollständigen Förderaufrufes

Transnationaler ForestValue Aufruf zu „nachhaltiger und multifunktionaler Nutzung und Bewirtschaftung von Wäldern“ und „Bauen mit Holz“

Veröffentlichungsdatum: 19. Januar 2021

Ihre Ansprechpartner bei der FNR:

Ronny Winkelmann, r.winkelmann(bei)fnr.de, +49 3843-6930-334 (fachliche Fragen)
Carina Lemke, c.lemke(bei)fnr.de, +49 3843 6930-169 (Fragen zur internationalen Zusammenarbeit)

Einreichungsfrist für Skizzen: Dienstag, der 13. April 2021

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE) im Rahmen eines transnationalen Aufrufs zu den Themen „nachhaltige und multifunktionale Nutzung und Bewirtschaftung von Wäldern“ sowie zu „Bauen mit Holz“ zu fördern. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR).

Im Rahmen des ERA-NET CoFund ForestValue stellen 15 Förderorganisationen aus 10 Ländern insgesamt bis zu 11,5 Mio. € für die Unterstützung transnationaler Forschungsvorhaben im Bereich der forstbasierten Bioökonomie bereit.

Im Fokus des aktuellen Aufrufs stehen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Forst- und Holzsektor, die dazu beitragen, die Wirtschaft unabhängiger von fossilen und anderen nicht-erneuerbaren Rohstoffen zu machen und eine biobasierte Ökonomie aufzubauen.

Projektskizzen mit deutschen Partnern können in folgenden Themenbereichen eingereicht werden:

  • die nachhaltige und multifunktionale Nutzung und Bewirtschaftung von Wäldern mit dem Ziel, ihren Beitrag zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG) der Vereinten Nationen zu maximieren, und
  • Bauen mit Holz

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt vier Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ für die Realisierung innovativer, anwendungsorientierter Forschungsprojekte, die über den Stand der Technik hinausgehen, zur Verfügung. Vorhaben, die auf Maßnahmen zur Anpassung des Waldes an den Klimawandel, der Sicherung der Klimaschutzfunktion des Waldes (der Wald als CO2-Senke) oder Verwertung von aus der Landwirtschaft stammenden biogenen Rohstoffe zielen, werden nicht gefördert.

Projektskizzen für transnationale FuE-Vorhaben können bis zum 13. April 2021, 13:00 Uhr zentral über das ForestValue Submission System auf der ForestValue WebSite https://forestvalue.org/joint-call-2021/ eingereicht werden. Deutsche Antragsteller sind zudem verpflichtet, parallel zur zentralen Einreichung der Projektskizze ein deutschsprachiges Zusatzformular (verfügbar unter:  https://fnr.de/fileadmin/fnr/pdf/ForestValue_jc2_Zusatzformular.doc) auszufüllen und an r.winkelmann(bei)fnr.de  zu senden.

Der vollständige Bekanntmachungstext sowie alle notwendigen Informationen zu Teilnahmebedingungen und Antragsverfahren sind auf der ForestValue Website unter https://forestvalue.org/joint-call-2021/  hinterlegt.

Download des vollständigen Aufruftextes

Anwendungsorientierte Forschungen zum mehrgeschossigen Holzbau

Veröffentlichungsdatum: 1. Dezember 2020

Ihr Ansprechpartner bei der FNR: Ronny Winkelmann, r.winkelmann(bei)fnr.de, +49 3843 6930-334

Einreichungsfrist für Skizzen: Montag, der 31. Mai 2021

Direktlink zum Skizzenformular

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben im Rahmen eines  befristeten Aufrufs zum Thema „Mehrgeschossiger Holzbau“ zu fördern. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR).

Der Holzbau ist gegenwärtig fester Bestandteil politischer Strategien und Maßnahmen (u.a. Klimaschutzplan 2050, Klimaschutzprogramm 2030, Charta für Holz 2.0). Insbesondere in den Bereichen Klimaschutz, Ressourceneffizienz sowie Wohnungs- und Baupolitik kommt der Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft im Bauwesen eine stetig wachsende Bedeutung zu. Ein hohes Treibhausgas(THG)-Minderungspotenzial, eine vergleichsweise geringe Bauzeit, Vorteile beim Rückbau und vielfältige Optionen zur Wiederverwertung von Materialien spielen dabei eine wichtige Rolle. Gleichzeitig verknappen sich zunehmend konventionelle nicht nachwachsende Rohstoffe wie zum Beispiel Bausande und Gips.

Dementsprechend sollen aktuelle Hemmnisse beim mehrgeschossigen Bauen mit Holz abgebaut und zukunftsfähige Lösungen entwickelt werden.

Mit einem Marktanteil von 2,8 Prozent in Deutschland stellt der Bereich des mehrgeschossigen Wohnungsbaus für den Holzbau bislang einen Nischenmarkt dar. Chancen und Potentiale des klimafreundlichen Bauens werden damit noch unzureichend genutzt. Die weltweit zunehmende Zahl von Leuchtturmprojekten und gebauten Beispielen belegen, dass das Bauen mit Holz nicht nur in den Gebäudeklassen 4 (bis 13 m Höhe) und 5 (bis 22 Meter Höhe), sondern auch darüber hinaus zunehmend als eine klimafreundliche, attraktive Alternative und Ergänzung zu herkömmlichen Bauweisen erkannt wird.

Durch Anpassungen der Landesbauordnungen, die z.T. bereits umgesetzt oder geplant sind, sowie mit den Beschlüssen der Bauministerkonferenz vom September 2019 soll das mehrgeschossige Bauen mit Holz auch in Deutschland durch Abbau ungerechtfertigter Hemmnisse im Bauordnungsrecht erleichtert werden.

Der Förderaufruf zur anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung unterstützt somit die Umsetzung der politischen Ziele und trägt zur Etablierung von Holz- und Holzhybridbauweisen im mehrgeschossigen Bauen bei. Neben material- und verfahrensspezifischen Herausforderungen und Lösungen bei der Planung und Errichtung von mehrgeschossigen Gebäuden werden dabei auch Hemmnisse und Potenziale auf struktureller Ebene adressiert.

Download des vollständigen Aufrufs

Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
Förderportal des Bundes
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Formularschrank des BMEL
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
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