Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Förderaufrufe

Einzelne Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe untersetzen die jeweiligen Förderschwerpunkte im Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ sowie im Waldklimafonds. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

Antragstellern steht es frei, Projektideen auch außerhalb dieser Bekanntmachungen und ohne besondere Fristen bei der FNR einzureichen.


Förderaufruf "Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Moorbodenschutz inklusive der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen aus Paludikultur"

Veröffentlichungsdatum: 01. Oktober 2021

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Dr. Anke Günther, a.guenther(bei)fnr.de, +49 3843 6930-366

Einreichungsfrist für Skizzen: 01. Februar 2022

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD-Vorhaben) im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Moorbodenschutz inklusive der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen aus Paludikultur“ zu fördern. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung.

Im Klimaschutzplan 2050 und dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung wurden u. a. Maßnahmen zum Schutz von Moorböden und die Förderung einer standortangepassten und klimaschonenden Bewirtschaftung festgelegt. Für die Erreichung des Ziels einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen ist die Wiedervernässung von primär landwirtschaftlich genutzten entwässerten Moorflächen von entscheidender Bedeutung. Um dabei eine vollständige Nutzungsaufgabe zu vermeiden, bedarf es einer Anpassung der Nutzung an die angehobenen Wasserstände und der Etablierung alternativer Wertschöpfungsketten für die erzeugte Biomasse.  

Die Forschung und Entwicklung zu den Themen Wiedervernässung und Paludikultur wird seit vielen Jahren von der Bundesregierung unterstützt und hat bereits umfangreiche und wertvolle Ergebnisse geliefert. Das BMEL ist bestrebt, dieses erlangte Wissen im Rahmen von MuD-Vorhaben weiter zu vertiefen und modellhaft in der Fläche umzusetzen. 
Die MuD-Vorhaben dienen vorrangig dazu, eine großflächige Umstellung der Bewirtschaftung hin zu torferhaltender, nasser Moornutzung vorzubereiten und für Landnutzende die klimawirksamen Vorteile von Paludikulturen als alternative Nutzungsformen zu demonstrieren. Zu den Zielen gehören insbesondere eine Einschätzung der langfristigen Auswirkungen auf Ökologie und Ökonomie, das Identifizieren von Hindernissen und die Entwicklung von Empfehlungen für Rahmenbedingungen für eine wirtschaftlich lohnende Paludikultur und deren Verwertung in regionalen Wertschöpfungsketten in unterschiedlichen Modellregionen und unter verschiedenen hydrologischen Bedingungen in Deutschland. Dabei ist weiterhin geplant, ein projektübergreifendes Evaluationssystem zu etablieren.

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Zusatzinformationen zum Aufruf

Förderaufruf "Modell- und Demonstrationsvorhaben zur Erhöhung des Anteils von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen"

Veröffentlichungsdatum: 27.9. 2021

Ihr Ansprechpartner bei der FNR: Detlef Riesel, d.riesel(bei)fnr.de, +49 3843 6930-212

Einreichungsfrist für Skizzen: Montag, der 31. Januar 2022

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Modell- und Demonstrationsvorhaben im Rahmen seiner Forschungsförderung zu unterstützen. Dieser Förderaufruf konzentriert sich auf die Förderung von Maßnahmen, Technologien und Konzepten, die beispielgebende Impulse zur Vergärung von Wirtschaftsdüngern setzen und so dazu beitragen, mehr Wirtschaftsdünger in Biogasanlagen energetisch zu nutzen und damit einhergehend die Treibhausgas-Emissionen aus der Tierhaltung zu verringern. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung. Der Förderaufruf ist bis zum 31.01. 2022 befristet.

Zur Erfüllung des Pariser Klimaschutzabkommens hat sich die Bundesregierung verpflichtet, die Treibhausgasemissionen in den Sektoren Gebäude, Verkehr, Kleinindustrie, Landwirtschaft und Abfall (sogenannter Non-ETS-Bereich) um 38 % gegenüber 2005 zu mindern. Arbeitsgrundlage für diese Zielerreichung ist das am 9. Oktober 2019 beschlossene Klimaschutzprogramm 2030.

Eine wichtige Maßnahme im Klimaschutzprogramm ist für den Sektor Land- und Forstwirtschaft die energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft in Biogasanlagen. Die Vergärung von Wirtschaftsdüngern reduziert Methanemissionen in nicht unerheblichem Umfang und trägt durch die Erzeugung von erneuerbarer Energie zur Substitution von fossilen Energieträgern bei. Bislang wird allerdings nur etwa ein Drittel des technisch nutzbaren Potenzials an Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen verwertet. Mit der Förderung von Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) will das BMEL Impulse zur Erhöhung des Anteils von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen setzen. Diese Förderung zielt darauf ab, bundesweit Leuchtturmprojekte zu initiieren, Ergebnisse aus der Forschung in der Praxis umzusetzen und forschungs- und entwicklungsrelevante Erfahrungen zu sammeln.

Mit der Umsetzung der Modell- und Demonstrationsvorhaben sollen beispielhafte und innovative Konzepte mit Vorbildcharakter für eine klimafreundliche und effiziente Energiegewinnung aus Wirtschaftsdüngern entwickelt werden, die als Blaupause für die Übertragung auf möglichst viele Standorte deutschlandweit zur Verfügung stehen und den fachlichen Austausch anreizen.

Download des vollständigen Aufrufs