Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

 

Verbundvorhaben: Substitution synthetischer Bindemittel durch chemisch veränderte thermisch oder strahlenhärtende Pflanzenöle für den Einsatz auf zellulosehaltigen Substraten; Teilvorhaben 1: Entwicklung und Applikation von Rezepturen

Anschrift
Papiertechnische Stiftung (PTS) - Institut für Zellstoff und Papier (PTS-IZP)
01809 Heidenau
Pirnaer Str. 37
Kontakt
Marcel Haft
Tel:
E-Mail: marcel.haft@ptspaper.de
FKZ
22012514
Anfang
01.01.2016
Ende
30.06.2018
Aufgabenbeschreibung
Traditionelle Pflanzenöle treten seit einigen Jahren als erneuerbare Rohstoffe immer mehr in den Blickpunkt des Interesses. Ihre Gewinnung ist Stand der Technik. Prinzipiell bilden natur-belassene Öle auf porösen Oberflächen keine Schichten. Mit physikalischen und chemischen Methoden können selbige modifiziert werden, dass sie als Bindemittel in filmbildenden Be-schichtungssystemen nutzbar sind. Der Einsatz modifizierter Pflanzenöle im Papiersektor ist bisher nicht erschlossen. Ziel im Projekt ist daher, auf den Stand der Technik aufzubauen und anhand kommerziell erhältlicher, aber auch durch Eigenentwicklungen entsprechende neue Bindemittel für Papiere aufzubauen und deren systematische Überführung in Beschichtungs-rezepturen zu untersuchen. Es wird in den Entwicklungen darauf gesetzt, die Nachteile von Ölen gezielt zu beseitigen, um solche neuen natürlichen Binder in Papiercoatings einsetzen zu können. Angestrebt wird außerdem ein ganzheitliches Konzept zur Ressourcenschonung, d. h. zusätzlich die Optimierung der Technologie zur Energieeinsparung beim Prozess der Papierbeschichtung. So wird neben der thermischen - die Vernetzung auf UV-/UV-LED-Basis verfolgt. Das Vorhaben bearbeiten die Papiertechnische Stiftung Heidenau (PTS-IZP, Koordinator) sowie das Institut für Holztechnologie Dresden gGmbH (IHD). Aufgaben der PTS sind die Entwicklung der Beschichtungsformulierungen mit den natürlichen Ölen, um durch gezielte Technologieanpassung so neue Barrieren oder Funktionsbeschichtungen auf Papier zu erzeu-gen. Dazu werden neben den analytischen Rohstoffcharakterisierungen (AP2), Vernetzungsreaktionen (AP3) durchgeführt und Schwerpunktmäßig Rezepturen für Beschichtungen entwickelt, appliziert und Oberflächen untersucht (AP4,5). Diese Ergebnisse fließen in Optimierungen (AP6,7) ein sowie werden in AP8 charakterisier. Besonders wichtig auch, die Erarbeitung der Nutzungsprofile für den Verpackungsbereich (AP9) mit der einhergehenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

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