Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Untersuchungen zur Verbesserung der Sclerotinia-Resistenz von High-Oleic Sonnenblumen: Teilvorhaben 1: Erstellung von Sclerotinia-resistenten Sonnenblumen-Partialhybriden und deren genetische Kartierung und QTL-Analyse

Anschrift
Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e.V. (GFPi)
Kaufmannstr. 71-73
53115 Bonn
Kontakt
Dr. Volker Hahn
Tel: +49 7852 918-817
E-Mail schreiben
FKZ
22005599
Anfang
01.06.2000
Ende
31.10.2003
Ergebnisdarstellung
Die Ergebnisse der Resistenztests ermöglichten es, QTL für die Resistenz gegen S. sclerotiorum zu entdecken. In nächster Zukunft werden weitere Ergebnisse ähnlicher Untersuchungen publiziert werden. Mit diesen wird es dann möglich werden, herauszufinden, welche QTL am aussichtsreichsten für eine eventuelle markergestützte Selektion verwendet werden können. Zudem werden zunehmend Kandidatengene für Resistenzen publiziert. Diese können in die bestehende Karte eingearbeitet werden. Damit wird es dann möglich werden, die Kandidatengene zu ermitteln, die ursächlich mit der Resistenz zu tun haben. Erfolgreich etablierte Protokolle ermöglichen die Regeneration fertiler Pflanzen aus den Hypokotolprotoplasten der Kultursonnenblume und den Mesophyllprotoplasten pilzresistenter Wildarten. Die Resistenz- und Ertragsprüfungen mit den Partialhybridnachkommen haben gezeigt, wie groß das Potenzial von auf Wildarten basierenden interspezifischen Hybriden ist. Deshalb sollte versucht werden, neue Partialhybriden zu erstellen, um so die genetischen Ressource der Wildart Helianthus maximiliani für die Kultursonnenblumenzüchtung verstärkt nutzen zu können. Die bereits untersuchten Linien können in der praktischen Sonnenblumenzüchtung eingesetzt werden, um das Resistenzniveau gegen S. sclerotiorum zu erhöhen und dabei gleichzeitig die genetische Basis mit Material mit einem hohen Leistungspotenzial zu erweitern Die Ergebnisse, die mit den Nachkommen der Partialhybriden erzielt wurden, sind sehr vielversprechend. Neben einer Verbesserung der Resistenzeigenschaften ist auch die Testkreuzungsleistung einzelner Linien bemerkenswert. Das im Projekt erstellte Material sollte deshalb umgehend Eingang in die praktischen Zuchtprogramme finden. Gleichzeitig ist es aussichtsreich, die Nachkommen der Partialhybriden mit weiteren Testern zu kreuzen und deren Leistungsfähigkeit zu untersuchen. Hierzu sollten dann vor allem Tester aus dem Maintainerpool der Sonnenblumen herangezogen werden.
Aufgabenbeschreibung
Die Sonnenblume ist neben dem Raps die wichtigste Ölpflanze in Europa. Besondere Bedeutung als nachwachsende Rohstoffpflanze hat sie mit der Entwicklung von Sorten gefunden, die einen Ölsäuregehalt von mehr als 90 % aufweisen. Die Produktion von Hochölsäure-Sonnenblumen ist jedoch durch eine Reihe von pilzlichen Pathogenen gefährdet. Einer der bedeutendsten Krankheitserreger der Sonnenblume ist dabei Sclerotinia sclerotiorum, der Erreger der Wurzel-, Korb- und Stengelfäule. Eine absolute Resistenz gegen Sclerotinia ist bislang in der Kultursonnenblume nicht beschrieben. Daher ist im Rahmen des Verbundvorhabens geplant, Sclerotinia-Resistenzgene aus einer Sclerotinia-resistenten Helianthus maximilani-Accession in hochölsäurehaltige Sonnenblumenlinien mittels somatischer Hybridisierung einzubringen und diese Pflanzen hinsichtlich ihrer biochemischen, genetischen und agronomischen Eigenschaften zu analysieren. Im Teilvorhaben 1 werden Partialhybriden zwischen H. maximilani und hochölsäurehaltigen Restorerlinien erstellt. Diese Pflanzen werden molekulargenetisch (Kopplungskarte, QTL-Untersuchungen) sowie biochemisch analysiert und es werden Resistenztests durchgeführt.

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