Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Herstellung von feuchtebeständigen und biologisch resistenten Holzspanplatten aus Kernholz der Douglasie

Anschrift
Lud. Kuntz GmbH
Hochwaldstr. 44
54497 Morbach
Kontakt
Dipl.-Ing. (FH) Karl-Robert Kuntz
Tel: +49 6533 956-0
E-Mail schreiben
FKZ
22013404
Anfang
01.05.2005
Ende
31.10.2005
Ergebnisdarstellung
Die Ergebnisse zeigen, dass es möglich ist, Späne aus Douglasienkernholz zu gewinnen und diese industriell für die Herstellung von feuchtebeständigen Holzspanplatten einzusetzen. Die im Labormaßstab erzielten Ergebnisse wurden auch im industriellen Maßstab im Prinzip bestätigt. Die industriell hergestellten Spänen des Douglasienkernholzes führten zu Spanplatten mit besonders niedriger Dickenquellung und Wasseraufnahme. Die aus dem Douglasienkernholzspänen mit Phenolformaldehydharz als Bindemittel hergestellten Platten weisen eine feuchtebeständige Verleimung und eine hohe biologische Resistenz gegenüber Weiß- und Braunfäulepilzen auf. Weiterhin zeigen die Ergebnisse, dass die Gewinnung von Kernholzspänen aus Rundholz aufwendig und unter den herrschenden Randbedingungen kaum wirtschaftlich ist. Demgegenüber lassen sich Kernholzspäne als Nebenprodukt der Douglasien-Schnittholzherstellung wirtschaftlich gewinnen.
Aufgabenbeschreibung
Das Ziel des Vorhabens ist es, feuchtebeständige und biologisch resistente Holzspanplatten des Plattentyps P5 (Platten für tragende Zwecke zur Verwendung im Feuchtbereich) unter Nutzung der inhärenten Eigenschaften des Douglasien-Kernholzes ohne Zusatz von biozidwirkenden Zusatzstoffen wie Xyligen 25 F und Xyligen 30 F herzustellen. Unter Einsatz von Industrierestholz-Sortimenten (Hackschnitzel und Sägespäne) aus Kernholz der Douglasie werden Betriebsversuche zur Herstellung Phenolformaldehydharz- (PF-Harz) und ggf. Tanninformaldehydharz- (TF-Harz) gebundenen Spanplatten der Qualität P5 hergestellt und die physikalisch-technologischen Eigenschaften der Platten sowie ihre Formaldehydabgabe untersucht. Darüberhinaus wird die biologische Resistenz der Spanplatten ermittel. Die Versuche werden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Holzbiologie und Holztechnologie der Universität Göttingen durchgeführt. Bei erfolgreicher Durchführung der Versuche können die Spanplatten P5 einer direkten Vermarktung zugeführt werden.

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