Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Entwicklung von Konzepten zur Reduzierung von VOC-Emissionen aus Holz und Holzwerkstoffen unter Berücksichtigung des Herstellungsprozesses - Phase 2, Teilvorhaben 1: Grundlagenuntersuchungen

Anschrift
Johann Heinrich von Thünen-Institut Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei - Institut für Holztechnologie und Holzbiologie
Leuschnerstr. 91
21031 Hamburg
Kontakt
Dr. Martin Ohlmeyer
Tel: +49 40 7396 2635
E-Mail: ohlmeyer@holz.uni-hamburg.de
FKZ
22016205
Anfang
01.01.2006
Ende
30.06.2007
Ergebnisdarstellung
Im Vorhaben wurde eine Vielzahl an Faktoren identifiziert, die mehr oder weniger Einfluss auf das Emissionsverhalten von Holzwerkstoffen bzw. OSB ausüben. In diesem Zusammenhang am bedeutsamsten ist die Holzart bzw. deren Eigenschaften. Im Vergleich zu den hier betrachteten Laub- (Buche, Birke, Ahorn und Pappel) und Nadelhölzern (Fichte, Tanne, Lärche und Douglasie) wirkt sich vor allem der hohe Extraktstoffgehalt von Pinus sylvestris L. auf das Emissionsnieveau aus. Einfluss auf das Emissionsverhalten von Holzwerkstoffen übt aber nicht allein die eingesetzte Holzart aus. Beispielsweise stehen Probendicke und Höhe der Emissionen in einem direkten Zusammenhang, wobei die Emissionen mit der Dicke ansteigen. Folglich reicht es beim Vergleich und der Bewertung von Emissionen verschiedener Proben nicht aus, die gleiche flächenspezifische Durchlüftungsrate anzuwenden. Flüchtige Verbindungen stammen nicht nur von den Plattenoberflächen, sondern kommen auch aus der Mittelschicht. Die Abschätzung der Potenziale und Folgen einer Substitution des Kiefernholzes zur Herstellung von OSB hat ergeben, dass als einzige verfügbare Holzart hierfür Buche in Frage kommt. Sie ist in den entsprechenden Bundesländern in ausreichender Menge verfügbar und die daraus hergestellten OSB emittieren weniger und vermutlich auch niedrigere Konzentrationen an VOCs. Abschließend zu klären ist allerdings, welche Größenordnung die sehr wahrscheinlich auftretenden Essigsäure-Emissionen haben werden. Im Rahmen dieses Vorhabens konnten lediglich Laborplatten untersucht werden. Infolge höherer Temperaturen (im Trockner) ist davon auszugehen, dass industriell gefertigte Holzwerkstoffe höhere Konzentrationen freisetzen werden. Der Austausch einer Holzart macht daher verschiedene Anpassungen in der Verfahrenstechnik der OSB-Herstellung notwendig.
Aufgabenbeschreibung
Zur Förderung des Einsatzes von Holz und Holzwerkstoffen im Baubereich ist es notwendig, Holzwerkstoffprodukte mit möglichst geringen VOC-Emissionen anzubieten. Beim Vergleich verschiedener verfahrenstechnischer Einflüsse auf die VOC-Emissionen der OSB aus Kiefernholz wurde festgestellt, dass eine Emissionsminderung durch Anpassung einzelner Prozesse nur begrenzt möglich ist. Es sollen daher alternative Möglichkeiten der Emissionsreduzierung von OSB untersucht werden. Schwerpunkte liegen dabei auf dem Einsatz phenolischer Bindemittel sowie der partiellen Verwendung alternativer heimischer Holzarten. Da im Rahmen des Projektes ganz unterschiedliche Ansätze untersucht werden, ist davon auszugehen, dass durchführbare Möglichkeiten gefunden werden, die Produktemissionen der OSB zu reduzieren. Werden so alle gesundheitlichen Anforderungen erfüllt, sind solche Produkte für alle mit der Innenraumluft in Verbindung stehenden Anwendungen geeignet. Überdies sollen weitere Einflussfaktoren auf das Emissionsverhalten ermittelt werden.

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