Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Biomassepotenziale von Rest- und Abfallstoffen - Status quo in Deutschland

Anschrift
DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH
04347 Leipzig
Torgauer Str. 116
Kontakt
Dipl. Geogr. André Brosowski
Tel: +49 341 2434-718
E-Mail: andre.brosowski@dbfz.de
FKZ
22020114
Anfang
01.10.2014
Ende
31.03.2015
Aufgabenbeschreibung
Ziel des Projektes ist es, institutionenübergreifend den aktuellen Wissensstand bzgl. der deutschen Biomassepotenziale und deren Nutzung in Form einer Datentabelle zusammenzutragen. Die Datensammlung erfolgt unter der Beteiligung der folgenden Einrichtungen: - Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ) - Informationssysteme für Rohstoffe (INFRO) - Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) - Prof. Dr. rer. nat. habil. Bernd Mahro (Hochschule Bremen, Institut für Umwelt- und Biotechnik) Neben der Zusammenstellung derzeit verfügbarer Daten zielt das Projekt auch darauf ab, die Qualität der Daten zu bewerten und auf Datenlücken hinzuweisen. Auf dieser Grundlage wird der mittelfristige Forschungsbedarf in Form von Handlungsempfehlungen abgeleitet. Durch die Beteiligung mehrerer Institutionen entsteht eine in Deutschland bisher noch nicht existierende Datengrundlage. Die zu erwartenden Ergebnisse werden eine umfangreiche Gesamschau zur derzeit bekannten Ressourcenbasis und deren Nutzung präsentieren sowie konsequent auf Datenlücken hinweisen. Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen stofflichen und energetischen Nutzung von Biomasse dient diese Datenzusammenstellung als wichtige Entscheidungsgrundlage für die Ausrichtung zukünftiger Forschungsfragen und politischer Strategien im Kontext einer anzustrebenden Bioökonomie. - Gemeinsame Entwicklung eines geeigneten Schemas zur Ergebnispräsentation in Form einer Excel-Tabelle - Review existierender Studien zu theoretischen, technischen Biomassepotenzialen - Review zur derzeitigen Nutzung der Biomassepotenziale und Ableitung ungenutzter Potenziale - Einschätzung der Datenqualität - Formulierung Forschungsbedarf - Entwicklung von Handlungsempfehlungen
Ergebnisdarstellung
Im Vorhaben wurden die in Deutschland vorhandenen Potenziale von biobasierten Rest- und Abfallstof-fen recherchiert, übersichtlich dargestellt und wissenschaftlich bewertet. Durch die Beteiligung mehrerer Institutionen entstand eine bisher noch nicht existierende Datengrundlage. Aufgrund des erheblichen Umfangs der zusammengetragenen Datenbasis besteht die Ergebnisdarstellung aus einer Ergebnis-matrix, zahlreichen Diagrammen und Grafiken, einer umfangreichen Datentabelle mit Einzelergebnissen und einer Literaturliste der verwendeten Referenzen. Von 93 ausgewerteten Einzelbiomassen konnten für 77 Biomassen entsprechende Daten konsistent zusammengeführt werden. In der Summe beträgt das theoretische Biomasse-Reststoffpotenzial 151,1 Mio. t TS. Dieses Potenzial wird zu knapp drei Viertel durch Nebenprodukte und Reststoffe aus den Bereichen "Landwirtschaft" und "Holz- und Forstwirtschaft" dominiert. Als technisches Potenzial konnten 98,4 Mio. t TS identifiziert werden. Davon befinden sich bereits 69 % in einer stofflichen oder energetischen Nutzung. Inwiefern bestehende Stoffströme in eine höherwertige oder effizientere Nutzung umgelenkt werden können, ist unklar. Etwa 31 % (30,9 Mio. t TS) des technischen Potenzials werden derzeit nicht genutzt. bzw. ist dafür eine Nutzung nicht belegt. Die gegenwärtig ungenutzten Biomassepotenziale konzentrieren sich auf wenige Biomassen mit vergleichsweise hohen Mengen. Die drei Biomassen Waldrestholz, tierische Exkremente und Getreidestroh umfassen 95 % des ungenutzten Potenzials. Zur langfristigen Sicherung der Datenqualität und Aussagefähigkeit zu Biomassepotenzialen und deren Nutzung ist ein dauerhaftes Monitoringsystem mit institutionenübergreifenden Kommunikations- und Datenstrukturen erforderlich. Weiterhin sind Optimierungsstrategien für eine stoffliche oder energetische Ressourcennutzung zu entwickeln, um die Effizienz bestehender Stoffströme zu erhöhen (z.B. Kaskadennutzung) oder um ungenutzte Potenziale zu erschließen.

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