Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Nachwuchsgruppe: Schaffung neuer Absatzmärkte und Anwendungsfelder für einheimische Laubhölzer unter Anwendung neuartiger Technologien

Anschrift
Georg-August-Universität Göttingen - Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie - Burckhardt-Institut - Holzbiologie und Holzprodukte
37077 Göttingen
Büsgenweg 4
Kontakt
Prof. Dr. Holger Militz
Tel: +49 551 39-33541
E-Mail: hmilitz@gwdg.de
FKZ
22024211
Anfang
01.03.2012
Ende
28.02.2017
Aufgabenbeschreibung
Neuartige Waldbaukonzepte sehen zur Erhöhung der Artenvielfalt in größtmöglichem Umfang Mischwälder vor. Vor diesem Hintergrund wird es zukünftig notwendig sein, Laubhölzer stärker als bisher wirtschaftlich zu nutzen. Ziel dieses Projektes ist es deshalb, laubholzbasierte Produkte zu entwickeln und diese dem Verbraucher in enger Kooperation mit Partnern aus Forst- und Holzwirtschaft zur Verfügung zu stellen. Folgende Themengebiete stehen dabei im Fokus des Projektes. 1) die Anwendung von Laubholz für tragende Zwecke 2) Laubholz für die Außenanwendung und 3) die Verwendung von Laubholz für ausgewählte Holzwerkstoffprodukte. Durch die enge Zusammenarbeit mit der holzverarbeitenden Industrie wird es möglich sein, neue laubholzbasierte Endprodukte zu entwickeln und damit einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der Rohstoffversorgung und wirtschaftlichen Situation der Forst- und Holzindustrie zu leisten. Das Projekt besteht aus 09 Arbeitspaketen (AP) mit jeweiligen Arbeitspunkten. AP1 und 09 dienen der Projektkoordination bzw. der Koordination des projektbegleitenden Ausschusses sowie dem Wissenstransfer. Die AP 2-8 fokussieren sich auf laubholzbasierte Produktentwicklung. AP 2-4 untersuchen verschiedene Brettschichtholzkonstruktionen, AP 5-7 entwickeln Produkte für die Verwendung im Außenbereich und AP 8 Holzwerkstoffe.
Ergebnisdarstellung
Im Teilprojekt 1 wurde eine Gütesortierung des Holzes vorgenommen und in diesem Rahmen verschiedene Aspekte detailliert untersucht (z.B. die Messung des Faserverlaufs). Außerdem wurden verschiedene Festigkeiten in Abhängigkeit von Prüfkörpergrößen untersucht und an den Holzarten Ahorn und Esche (Querdruck, Querzug-, Zug- und Druckfestigkeiten) als Materialkennwerte für den Bereich der Verbindungsmittel untersucht. Zusätzlich zu den im Antrag formulierten Zielen wurden Arbeiten zur Wirtschaftlichkeit von Laubholz für tragende Konstruktionen durchgeführt. Im Teilprojekt 2 wurden zum einen Holzschutzmittelbehandlungen und Holzmodifizierungssysteme untersucht, zum anderen die Imprägnierung von Bahnschwellen mit chromatfreien Holzschutzmitteln. Die Holzschutzmittelbehandlungen mit herkömmlichen Schutzmittelsystemen war nicht erfolgreich. Die Schutzmittel drangen zwar in ausreichender Menge und Tiefe in das Holz ein, die Wirksamkeit wurde aber nicht nachgewiesen. Die Gründe dafür sind noch nicht bekannt. Die Untersuchungen zu der Holzmodifizierung (thermische Modifizierung in Kombination mit Melaminharzbehandlung) führten bei Buche zu weniger erfolgreichen Ergebnissen als mit Pappel. Sie zeigten auch, dass die Prozessparameter für jede Holzart optimiert werden müssen. Die ausführlichen Untersuchungen zum Einfluss verschiedener Prozessparameter werden eine Optimierung zukünftig schneller und effizienter möglich machen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Imprägnierung von Bahnschwellen mit chromatfreien Schutzmittelsalzen grundsätzlich möglich ist, die Rissbildung aber kritisch sein kann. Evtl. wäre eine zusätzliche hydrophobierende Komponente notwendig ist, um die Rissbildung positiv zu beeinflussen. Im Teilprojekt 3 wurde der Arbeitsplan angepasst, da die ursprünglich angedachten Schutzmittel nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen führten. Eine Modifizierung von Furnieren zur Herstellung von LVL mit Phenolen ist dagegen sehr vielversprechend.

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