Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Projektverzeichnis - Details

Verbundvorhaben: Gärreststrategien zur Optimierung von Nährstoffeffizienz, Wasser- und Klimaschutz im Pflanzenanbau; Teilvorhaben 1: Exaktversuchsanlage zur Ableitung optimierter ackerbaulicher Maßnahmen in Marktfrucht- und Nährstoffüberschussregionen - Akronym: RESOURCE

Anschrift
Julius Kühn-Institut Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) - Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde
Bundesallee 58 (Gebäude 230)
38116 Braunschweig
Kontakt
Prof. Dr. Jörg Michael Greef
Tel: +49 531 596-2301
E-Mail schreiben
FKZ
2220NR018A
Anfang
01.10.2021
Ende
30.09.2024
Aufgabenbeschreibung
Eine hohe Viehbesatzdichte in Veredlungsregionen geht einher mit einer vermehrten Rohstoffverwertung in Biogasanlagen und führt zu regionalen Überschüssen an Nährstoffen aus Wirtschaftsdüngern. Diese Problematik spiegelt sich in einer verstärkten Nitratbelastung der Grundwasserkörper sowie erhöhten gasförmigen Emissionen von Ammoniak und Treibhausgasen wider. Ein effizientes Gärrestmanagement ist notwendig um die Emissionen zu vermindern und ausgeglichene regionale Nährstoffbilanzen zu erreichen. Im Rahmen dieses Vorhabens wird durch Anlage eines Feldversuchs in einer Nährstoffüberschussregion die Wirksamkeit von emissionsmindernder Ausbringungstechnik getestet. Ebenfalls untersucht wird die Möglichkeit, Emissionen durch reduzierte Ausbringungsmengen von Gärrest zu verringern. Parallel dazu wird ein weiterer Feldversuch in einer Region mit geringer Viehbesatzdichte und hohem Mineraldüngereinsatz angelegt. An diesem Standort soll die Einsparung von Mineraldünger durch den Import von Gärresten aus Überschussregionen untersucht werden. In der Marktfruchtregion wird getestet wie sich eine anteilige Substitution von Mineraldünger durch Gärrest ohne Ertragseinbuße realisieren lässt und welche Verschiebungen in den N-Verlusten mit dieser Substitution verbunden sind. Dazu werden der verfügbare Stickstoff in 0-90 cm Tiefe, die gasförmigen Verluste in den Feldversuchen und die Qualität der Ernteprodukte ermittelt. Aus diesen Ergebnissen werden die einzelnen Optimierungsmaßnahmen regional und überregional unter den Gesichtspunkten Umweltwirkung, pflanzenbauliche Effekte und Wirtschaftlichkeit bewertet und umfassende Handlungsempfehlungen formuliert.

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