Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Aktuelle Förderaufrufe

Einzelne Bekanntmachungen, Ausschreibungen und Aufrufe untersetzen die jeweiligen Förderschwerpunkte im Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ sowie im Waldklimafonds. Die Bekanntmachungen und Aufrufe greifen konkreten Forschungsbedarf in streng umrissenen Themenfeldern auf und sind in der Regel zeitlich befristet. Für die Bewerbung auf die jeweiligen Bekanntmachungen und Aufrufe nutzen Sie bitte die im Kapitel „Antragsverfahren“ angebotenen Hilfestellungen.

Antragstellern steht es frei, Projektideen auch außerhalb dieser Bekanntmachungen und ohne besondere Fristen bei der FNR einzureichen.


14. gemeinsamer Aufruf des ERA-NET Bioenergy „Entwicklung und Verbesserung von Biomasseumwandlungstechnologien zur Bereitstellung von Wärme für industrielle Prozesse“

Veröffentlichungsdatum: 20.10.2020

Einreichungsfrist: 26.01.2021, 13:00 Uhr CET

Antragstellung:  eranetbioenergy(bei)fnr.de

Organisatorische Fragen:

Fachliche Fragen:     

Mit der aktuellen Bekanntmachung „Development and improvement of biomass conversion technologies for the provisioning of heat for industrial processes “ lädt ERA-NET Bioenergy Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Bereich Bioenergie ein, länderübergreifende Projektvorschläge einzureichen. Gefördert werden Forschungsvorhaben, die die Dekarbonisierung der Industrie unterstützen und auf eine nachhaltige Bereitstellung von Bioenergie für Industriewärme zielen.

Projektträger und Ministerien aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen stellen für diesen Aufruf insgesamt ca. 2,5 Mio. € zur Verfügung. Deutschland unterstützt den Aufruf mit insgesamt bis zu 500.000 € durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR).

Im Fokus der aktuellen Bekanntmachung stehen marktrelevante Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die durch die internationale Zusammenarbeit einen klaren Mehrwert aufweisen, deutlich über den Stand der Technik im jeweiligen Bereich hinausgehen und eine kurzfristige Marktwirkung erwarten lassen.

Die Details des Aufrufs enthält der Bekanntmachungstext, der unter https://eranetbioenergy.net/jointcall14?menu_builder_edit_mode=on verfügbar ist und spezielle Hinweise für Antragsteller aus Deutschland beinhaltet.

Um die Förderfähigkeit deutscher Vorhaben aus Mitteln des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ des BMEL im Vorfeld prüfen zu können, werden deutsche Antragsteller aufgefordert, eine Kurzzusammenfassung der Ziele und Inhalte des geplanten Verbundprojekts sowie der Arbeitsinhalte der deutschen Partner bis zum 11. Januar 2021 an die FNR zu senden.

Frist für die Einreichung der pre-proposals ist der 26. Januar 2021, 13:00 Uhr.

Download des Förderaufrufes

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Förderung von transnationalen Forschungsvorhaben im Rahmen der Nationalen Bioökonomiestrategie „Bioökonomie International – Deutschland - Brasilien“

Veröffentlichungsdatum: 8.10.2020

Einreichungsfrist: 19.03.2021, 15:00 Uhr CET

Antragstellung:www.bioeconomy-international.de/2021

Organisator. Fragen:

Fachliche Fragen:     

  • Dr. Norbert Holst; +49 3843 6930-118; n.holst(bei)fnr.de (bzgl. „industrielle Nutzung nachwachsender Rohstoffe“)
  • Wenke Stelter; +49 3843 6930-122; w.stelter(bei)fnr.de (bzgl. „Arzneipflanzen“)

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, mithilfe der Förderung von Verbundvorhaben zu Forschung und Entwicklung (FuE) unter Beteiligung ausländischer Verbundpartner die Umsetzung der Nationalen Bioökonomiestrategie im internationalen Kontext zu stärken.

Die Nationale Bioökonomiestrategie der Bundesregierung (Veröffentlichung Januar 2020) zielt auf die Unterstützung des Wandels von einer überwiegend auf fossilen Rohstoffen basierenden Wirtschaft hin zu einer an natürlichen Stoffkreisläufen orientierten, nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise. Dabei wird Forschung als der Schlüssel eingestuft, mithilfe dessen die Potenziale der Bioökonomie erkannt und gehoben werden können. Unternehmen implementieren bereits jetzt zunehmend nachhaltige Prozesse und Produkte, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei soll die Umsetzung der Bioökonomie im Einklang mit den Anstrengungen zur weltweiten Ernährungssicherung erfolgen. Zur Realisierung der Bioökonomie als einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise sind neben nationalen und europäischen Initiativen insbesondere auch internationale Kooperationen erforderlich.

Hier setzt die Fördermaßnahme „Bioökonomie International  2021 – Deutschland-Brasilien“ an. Ihr Ziel ist es, durch Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in enger Zusammenarbeit mit relevanten ausländischen Partnern zu zentralen Fragestellungen der Bioökonomie internationale Kooperationen zu stärken und tragfähige, aktive Partnerschaften aufzubauen. Hierbei sind neben den technologischen Fragestellungen und Entwicklungszielen im Kontext der Bioökonomie auch systemische Ansätze und sozioökonomische Aspekte von Bedeutung.

Die Bekanntmachung ist Teil einer gemeinsamen Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Maßnahme besteht aus zwei komplementären Richtlinien zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen im Bereich der Bioökonomiekooperation mit Brasilien.

Das BMEL beteiligt sich mit dem Titel „Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe“ (beauftragter Projektträger: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., FNR) und wird im Rahmen dieser Initiative Projekte zum Themengebiet 2 „Arzneipflanzen“ sowie einen Teil der Projekte zum Themengebiet 1 „Industrielle Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen“ fördern.

Das BMBF wird ausschließlich Projekte zum Themengebiet 1 „Industrielle Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen“ fördern (siehe Nummer 2 Gegenstand der Förderung).

Beide Ministerien werden sich über die zu fördernden Projekte abstimmen.

Das BMEL wird sich am internationalen Gesamtbudget der Bekanntmachung mit einem Betrag in Höhe von 1.000.000 € beteiligen.

Download des Förderaufrufes

Recyclinggerechte Verwendung von Holz

Veröffentlichungsdatum: 01. Oktober 2020

Ihre Ansprechpartnerin bei der FNR:
Dr. Melanie Blumentritt, m.blumentritt(bei)fnr.de, +49 3843 6930-327

Einreichungsfrist für Skizzen: Mittwoch, der 31.März 2021

Direktlink Skizzenformular

Holz ist als Bau-, Werkstoff und Energieträger nicht mehr aus unserem täglichen Leben wegzudenken. Die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz schont endliche Ressourcen und leistet insbesondere im Bereich der stofflichen Nutzung einen positiven Beitrag zum Klimaschutz. Eine recyclinggerechte Entwicklung und Verwendung von Holzprodukten, z. B. durch Produktdesign sowie effiziente Verarbeitungs- und Verwendungsverfahren von Gebraucht- und Altholz, kann die stofflich verwertbare Holzmenge erhöhen und die positiven Effekte der Kreislaufwirtschaft durch einen geringeren Einsatz von Primärrohstoffen verstärken.

Neben den Aspekten der Ressourcenschonung und Materialeffizienz profitiert zudem das Klima von der Kohlenstoffspeicherung in Holzprodukten. Dies umso mehr, je länger Holzprodukte stofflich verwendet werden.

Werden die verwendeten Holzprodukte z.B. am Ende des Lebenszyklus von Gebäuden wiederaufbereitet, dienen Gebäude und Städte als sekundäres Rohstofflager (Stichwort „Urban Mining“). Nach Aufbereitung kann das anfallende Holz erneut in möglichst langlebigen Produkten Verwendung finden. Dies setzt entsprechendes Produktdesign und die Anpassung von Prozessen und Verfahren voraus.

Der Förderaufruf zielt darauf ab, branchenübergreifende Lösungen zu entwickeln, die einen Mehrwert für den ressourceneffizienten Materialeinsatz, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz durch das Cluster Forst und Holz generieren. Hierbei soll die gesamte Wertschöpfungskette, von der Materialverfügbarkeit über die Rohstoffsammlung, -sortierung,
-auf- und -verarbeitung (u.a. Produktdesign) bis hin zum End-of-Life der entwickelten Produkte abgebildet werden. Dabei sind u.a. Lösungsansätze aus dem Bereich der Digitalisierung und Industrie 4.0 mit einzubeziehen.

Die Vorhaben sollen einen Beitrag für eine nachhaltige Rohstoffbereitstellung und -nutzung leisten und zusätzlich die Umwelt durch Ressourcenschutz, besonders umweltverträgliche Produkte und CO2-Emissionsverminderung entlasten. Die nachhaltige, klimafreundliche und zukunftssichere Nutzung von Ressourcen aus heimischen Wäldern gehört zu den Klimazielen der Bundesregierung und sind ein zentrales Ziel der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft initiierten Charta für Holz 2.0.

Download des vollständigen Aufrufs

Neue Wege der Strom-basierten Konversion von biogenen Rohstoffen und der elektrochemischen Herstellung von biobasierten Produkten (Elektrosynthese)

Veröffentlichungsdatum: Dienstag, 1. September 2020

Ihre Ansprechpartner bei der FNR: Dr. Dietmar Peters, d.peters(bei)fnr.de,+ 49 3843/6930-109

Einreichungsfrist für Skizzen: Montag, den 18. Januar 2021

Direktlink zur Skizzeneinreichung über easy- Online: https://foerderportal.bund.de/easyonline/reflink.jsf?m=FNR-FPNR&b=FNR042&t=SKI

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Strom-basierte Konversion von biogenen Rohstoffen und der elektrochemischen Herstellung von biobasierten Produkten“ zu fördern. Die Förderung erfolgt über das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR). Der bis zum 18. Januar 2021 befristete Förderaufruf konzentriert sich auf die Förderung von Forschung und Entwicklung zu Elektrosynthese auf Basis biogener Roh- und Reststoffe bzw. biobasierter Plattformchemikalien oder Zwischenprodukte.

Die Sicherung der Energie- und der Rohstoffversorgung ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die zentrale Aufgabe des 21. Jahrhunderts besteht darin, möglichst wenig fossilen Kohlenstoff zu verwenden. Hierzu können die Nutzung erneuerbarer Energien, die direkte Umsetzung erneuerbarer Rohstoffe sowie eine verbesserte Ressourcen- und Energieeffizienz im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft maßgebliche Beiträge leisten.

Die Bundesregierung hat mit der „Nationalen Bioökonomiestrategie“ den Weg zu einer nachhaltigeren und stärker biobasierten Wirtschaft aufgezeigt. Die Rohstoffbasis der Wirtschaft soll unter Nutzung biologischen Wissens und fortschrittlicher Technologien durch biogene Ressourcen nachhaltig und kreislauforientiert ausgerichtet werden. Ziel ist u.a. eine deutliche und anhaltende Steigerung des nachhaltig erzeugten Biomasseanteils und der Effizienz des Biomasseeinsatzes zu erreichen. Handlungsfelder sind hierbei die Gestaltung bioökonomischer Wertschöpfungsketten, die Erschließung von Wachstumsmärkten und die Unterstützung von innovativen Technologien und Produkten auf der Basis nachwachsender Ressourcen.

Im Hinblick auf eine nachhaltige Rohstoffnutzung und eine damit einhergehende zunehmende Ausrichtung auf erneuerbare Rohstoffe stellt Biomasse im Bereich der industriellen Erzeugung von Stoffen und Produkten - sowohl in der chemischen Industrie als auch in anderen Branchen -  kurz- und mittelfristig die einzige nicht-fossile Kohlenstoff-Quelle dar, die bereits Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen aufweist. Bei der Nutzung von biogenen Rohstoffen wird nach der Gebrauchsphase weitgehend nur der Kohlenstoff wieder freigesetzt, der vorher beim Aufwuchs der Pflanze gebunden wurde. Durch die hohe Kreislaufrate des Kohlenstoffs wird bei einem Ersatz fossiler Rohstoffe durch Biomasse die Freisetzung von CO2 gegenüber der Nutzung fossiler Rohstoffe deutlich verringert. Die Verfahren der Umsetzung biogener Rohstoffe sind vielfältig. Eine attraktive Option unter dem Paradigma der Energiewende und der fluktuierenden Strombereitstellung aus regenerativen Quellen ist die Strom-basierte elektrochemische Konversion biogener Rohstoffe.

Die stoffliche Nutzung von Elektrizität anstelle stöchiometrischer Mengen an Oxidations- oder Reduktionsmitteln ist ökonomisch und ökologisch sehr attraktiv und stellt eine wichtige Triebkraft für die Forschungen in der Elektrosynthese dar. Elektrischer Strom als Reaktionskomponente in Synthesen eröffnet grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Selektivität meist hoch und die Reaktionskinetik gut kontrollierbar ist. Ein signifikanter Vorteil besteht u.a. in den inhärent sicheren Prozessen, da die Reaktionen an der Elektrode stattfinden und durch Stromabschalten kein thermisches Durchgehen möglich ist. Die Aktivierung der Biomasse durch Zugabe oder Wegnahme von Elektronen ist sehr mild und vermeidet Reagenzabfälle. Die elektrochemischen Prozesse, insbesondere auf Basis biogener Rohstoffe, erfüllen einen Großteil der Kriterien der „Grünen Chemie“ und können einen Beitrag zur Flexibilisierung und Stabilisierung der Stromnetze und zum angestrebten Wandel von einer fossil-basierten zu einer bio-basierten Wirtschaft leisten.

Die Strom-basierte Konversion von biogenen Rohstoffen zur Herstellung von biobasierten Produkten ist erst in Ansätzen erforscht. Insbesondere die Elektrosynthese zu neuen Produkten und chemischen Zwischenstufen ist wenig untersucht. Der FuE-Bedarf ist hoch.

Ziel des Förderaufrufs ist die Entwicklung von biobasierten Produkten auf Basis konkurrenzfähiger, innovativer, leistungsfähiger und nachhaltiger elektrochemischer Konversionsverfahren unter Nutzung biogener Rohstoffe bzw. biobasierter Zwischenprodukte oder Plattformchemikalien.

Im Fokus der Förderung steht die Entwicklung neuer bzw. die Optimierung bekannter elektrochemischer Reaktionen zu chemischen Produkten oder Zwischenprodukten und die Synthese komplexer organischer Moleküle, aber auch Fortschritte bei der methodischen Umsetzung elektrochemischer Prozesse. Innovative Methoden sollen dazu beitragen, selektive elektrochemische Prozesse für die Synthese hochwertiger organischer Produkte zu entwickeln und diese Prozesse für technische Anwendungen hochzuskalieren. Die Kombination organischer Elektrosynthese mit der Umsetzung von erneuerbarer Biomasse wäre eine besonders nachhaltige, „grüne“ Methode zur Chemikalienproduktion. In diesem Zusammenhang sollten auch bei der Elektrosynthese nicht-umweltfreundliche Additive und Lösungsmittel vermieden werden. Wünschenswert sind 200%-Elektrolysezellen oder sehr energieeffiziente 100%-Zellen. Eine detaillierte energetische Betrachtung (Stromeffizienz und Zellspannung) ist gefordert.  Auf den Einsatz von Opferelektroden oder Opferreagenzien soll in der Elektrolyse verzichtet werden.

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Waldökophysiologie und Klimawandeleffekte

Veröffentlichungsdatum: 25.05.2020

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Benedikt Wilhelm, b.wilhelm(bei)fnr.de, +49 3843 6930-342

Einreichungsfrist für Skizzen:

A) 30. September 2020
B) 30. November 2020
C) 28. Februar 2021

Gefördert aus: Waldklimafonds

Vitale Wälder und ihre vielschichtigen positiven Wirkungen sind für die Gesellschaft und den Erhalt unseres Lebensraumes essentiell. Ihre nachhaltige Entwicklung bedarf fundierten Wissens über den laufenden ökologischen Wandel in unseren Landschaften und die Anpassungsfähigkeit von Waldökosystemen.
Der Klimawandel und die mit ihm einhergehenden Extremwetterereignisse haben im Zusammenspiel mit Fremdstoffeinträgen und Veränderungen des Landschaftswasserhaushaltes weitreichende Auswirkungen auf unsere Wälder. Die aktuellen Waldschäden zeugen davon. Gültige Ursache-Wirkung-Beziehungen werden durch bislang unbekannte Prozesse abgelöst. Die vertrauten Waldvegetationsformen erscheinen zunehmend gefährdet, ihre multifunktionalen Leistungen für die Gesellschaft unsicher. 
Um das notwendige Basiswissen für die Gestaltung vitaler und leistungsstarker sowie resilienter Wälder unter dem Einfluss sich wandelnder Standortfaktoren bereitzustellen, werden transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie großräumige Modellprojekte auf Landschaftsebene über den Waldklimafonds gefördert.

Im Rahmen des FNR-Fachgesprächs „Waldökophysiologie und Klimawandeleffekte“ am 20./21.11.2019 wurde der aktuelle Handlungsbedarf zum Themenkomplex durch zahlreiche Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutiert. Unter Beachtung der dabei erzielten Ergebnisse erfolgt dieser Förderaufruf. Der Förderaufruf ist in drei Teile untergliedert. Für die einzelnen Teile gelten unterschiedliche Einreichungsfristen.

A)    Modellhafte Projekte zur Demonstration von Waldbauverfahren zur Entwicklung klimatoleranter und anpassungsfähiger Mischwaldökosysteme und zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes

B)    Modellhafte Projekte zur Weiterentwicklung und Ergänzung bestehender Monitoringsysteme als Pilotflächen für die wissenschaftliche Analyse der Klimawandelwirkung auf Waldökosysteme

C)    Angewandte Forschung zur Identifikation der Waldvegetationspotenziale, zur Bewertung von Stressfaktoren, zur Identifikation klimatoleranter und anpassungsfähiger Baumarten bzw. Provenienzen, zur Feldphänotypisierung von Waldbaumarten als Züchtungsgrundlage inklusive Neubewertung forstlicher Saatgutbestände und zur Ursache-Wirkung-Analyse aktueller Waldschäden


Allgemeine Informationen:

Die Förderrichtlinie Waldklimafonds ist zuwendungs- und beihilferechtliche Grundlage der Förderung. Es sind nur Vorhaben förderfähig, die einen Beitrag zu den förderpolitischen Zielen dieses Programms leisten. Der Beitrag zu den förderpolitischen Zielen ist im vorzulegenden Projektvorschlag darzustellen.
Mit dem befristeten Aufruf „Waldökophysiologie WKF“ zur Einreichung von Projektskizzen sollen wissenschaftlich fundierte Grundlagen sowie zukunftsfähige Konzepte identifiziert werden, die die o. g. Thematik voranbringen.
Ein hoher Innovationsgehalt der Projektskizzen und eine angemessene Abgrenzung zu abgeschlossenen und laufenden Forschungsarbeiten sind Grundvoraussetzungen für eine Förderung.
Details zum Ablauf des Antragsverfahrens sowie weitere Informationen sind über den Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen sowie den Projektträger FNR (Bearbeiter: Benedikt Wilhelm, b.wilhelm(bei)fnr.de, +49 3843 6930-342) erhältlich.

Mit der Projektskizze ist die Zustimmung zur Begutachtung zu erklären und hierzu das entsprechende „Formblatt Begutachtung von Projektskizzen“ aus dem Formularschrank des BMEL (im Bereich „Allgemeine Vordrucke“) auszufüllen.

Eine erste Kontaktaufnahme mit der FNR vor Einreichung einer Projektskizze ist zu empfehlen.
Projektvorschläge können gestaffelt nach den oben genannten Themenbereichen 
A)    bis zum 30.09.2020
B)    bis zum 30.11.2020
C)    bis zum 28.02.2021

(Datum der Einreichung bei easy-Online) bei der FNR als Projektskizze eingereicht werden. Zur Erstellung von Projektskizzen steht die internetbasierte Plattform easy-online zur Verfügung.

Über folgende Links erreichen Sie das Modul zur Einreichung der Skizze direkt:
A)  
https://foerderportal.bund.de/easyonline/reflink.jsf?m=FNR-WKF&b=FNR047&t=SKI

B)  https://foerderportal.bund.de/easyonline/reflink.jsf?m=FNR-WKF&b=FNR048&t=SKI

C)   https://foerderportal.bund.de/easyonline/reflink.jsf?m=FNR-WKF&b=FNR049&t=SKI

Die Begutachtung und Bewertung erfolgt nach dem Einsendeschluss.
Mittel für eine Förderung im Rahmen dieses Aufrufes stehen nur begrenzt zur Verfügung, es gilt der Haushaltsvorbehalt.

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Energetische und emissionsmindernde Nutzung von Wirtschaftsdüngern

Veröffentlichungsdatum: 18. Mai 2020

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Detlef Riesel, d.riesel(bei)fnr.de, +49 3843 6930-212

Einreichungsfrist für Skizzen: 30. November 2020

Gefördert aus: Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben im Rahmen eines Aufrufs zum Thema „Energetische und emissionsmindernde Nutzung von Wirtschaftsdüngern“ zu fördern. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung. Der bis zum 30.11.2020 befristete Förderaufruf konzentriert sich insbesondere auf die Förderung von Forschung und Entwicklung praxisorientierter Technologien und Konzepte, die zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen aus Wirtschaftsdüngern durch Biogaserzeugung und andere energetische Nutzungspfade beitragen.

Zur Erfüllung des Pariser Klimaschutzabkommens hat sich die Bundes­regierung verpflichtet, die Treibhausgasemissionen in den Sektoren Gebäude, Verkehr, Kleinindustrie, Landwirtschaft und Abfall (sogenannter Non-ETS-Bereich) um 38 % gegenüber 2005 zu mindern.  Arbeitsgrundlage für diese Zielerreichung ist das Klimaschutzprogramm 2030.

Eine wichtige Maßnahme im Klimaschutzprogramm ist für den Sektor Land- und Forstwirtschaft die energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft und landwirtschaftlicher Reststoffe in Biogasanlagen. Die Vergärung von Wirtschaftsdüngern reduziert Methan­emissionen aus der Tierhaltung in nicht unerheblichem Umfang und trägt durch die Erzeugung von erneuerbarer Energie zur Substitution von fossilen Energieträgern bei. Bislang wird allerdings nur etwa ein Drittel des technisch nutzbaren Potenzials an Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen verwertet. Mit der vorgenannten Klimaschutzmaßnahme verfolgt das BMEL das Ziel, diesen Anteil deutlich zu erhöhen.

In diesem Sinne fokussiert dieser befristete Förderaufruf auf die Erhöhung des Anteils an Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen und damit der Verringerung von Methanemissionen. Unterstützt werden sollen innovative und praxistaugliche Vorhaben zur Entwicklung und Weiterentwicklung von wirtschaftlichen Anlagenkonzepten und zur Aktivierung des nutzbaren Potenzials an Wirtschaftsdüngern. FuE-Vorhaben, die alternative Behandlungen und Verwertungen der entstehenden Lagergase vorsehen, sind in diesen Förderaufruf eingeschlossen, ebenso wie Vorhaben mit einem anteiligen Einsatz von Reststoffen.

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Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"
Leitfaden Förderung
Leitfaden für das Einreichen von Skizzen und Anträgen im Rahmen des BMEL-Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe
Förderportal des Bundes
easy-Online
Formularschrank des BMEL
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer
Broschüre Förderung und Entlastung für Waldbesitzer

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