Fachagentur Nachwachsende RohstoffeEin Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

Ausgewählte Förderprogramme zu nachwachsenden Rohstoffen

Förderbereich 4 C. Förderung besonders nachhaltiger Verfahren im Ackerbau oder bei einjährigen Sonderkulturen

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Förderschwerpunkte:

  • 4.0 Integration naturbetonter Strukturelemente der Feldflur (Blühstreifen - ein- u. mehrjährig, Schutzstreifen, Schonstreifen, Hecken, Knicks, Baumreihen o. Feldgehölze, Ackerrandstreifen)
    • 4.4.8 Hecken bzw. Knicks, Baumreihen oder Feldgehölze werden im ersten Jahr des Verpflichtungszeitraums auf bestimmten Ackerflächen, in erosionsgefährdeten Gebieten oder entlang von Gewässern oder biologisch sensiblen Bereichen(Biotopen) angelegt und für die Dauer des die Pflege und Etablierung der Landschaftselemente betreffenden Verpflichtungszeitraums nach Vorgaben der Länder unterhalten oder gepflegt. -> Dieser Punkt könnte für die Anlage von streifenförmigen Kurzumtriebsplantagen entlang von Gewässern  (Gewässerschutz-KUP-Streifen)  in Anspruch genommen werden. Allerdings ist die Nutzungsmöglichkeit nicht klar geregelt: Zwar heißt es in Punkt 4.6 „Mit Ausnahme der … Baumreihen … darf der Aufwuchs auf den bereitgestellten Ackerflächen grundsätzlich nicht genutzt werden.“ Gleichzeitig werden jedoch in Punkt 4.2 förderfähige Baumreihen als Landschaftselemente definiert, die generell als dauerhafte Strukturen gelten und nicht entnommen/genutzt werden dürfen (Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung, § 8 Keine Beseitigung von Landschaftselementen)

Förderberechtigte:

  • Unternehmen der Landwirtschaft

Laufzeit:

  • 2020 bis 2023

Kontakt:

  • Ämter für Landwirtschaft bzw. Landwirtschaftskammern der einzelnen Bundesländer

Förderbereich 4 G. Erhaltung der Vielfalt der genetischen Ressourcen in der Landwirtschaft

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Förderschwerpunkt:

  • 1.0 Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen
    • Gegenstand der Förderung: Der landwirtschaftliche Anbau und die Sortenerhaltung gefährdeter heimischer Nutzpflanzen.
       
      • Dieses Programm ist in Berlin/Brandenburg aktiviert (KULAP Brandenburg/Berlin 2014 in der Fassung v. 5.9.18 – II G).
         
      • U.a. förderfähig in Berlin/Brandenburg ist der Anbau bestimmter Sorten von Faserhanf, Lein, Arznei- und Färbepflanzen. Die förderfähigen Sorten sind dieser Liste zu entnehmen, u.a. „Erfurter Orangefarbige“ (Ringelblume), „Bernburger“ (Hanf), „Bernburger Öl-Faser“ (Lein), „Sorauer Feinflachs“ (Lein), „Erfurter Aufrechte“ (Zitronenmelisse), „Quedlinburger Großblütige“ (Echte Kamille), Krapp, Färber-Resede und Färberwaid.
         
      • Zu bedenken ist, dass ausreichende Saatgutmengen der in der Liste genannten Sorten für einen großflächigen, landwirtschaftlichen Anbau u. U. nicht  oder nur mit größerem zeitlichen Aufwand verfügbar sind.

Förderberechtigte:

  • Unternehmen der Landwirtschaft

Laufzeit:

  • 2020 bis 2023

Kontakt:

  • Ämter für Landwirtschaft bzw. Landwirtschaftskammern der einzelnen Bundesländer

Förderbereich 5 A. Naturnahe Waldbewirtschaftung

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Förderschwerpunkte:

  • Ziel: Förderung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zur Sicherung der Waldfunktionen
  • Förderfähige Maßnahmen:
    • Vorarbeiten wie Untersuchungen, Standortgutachten, fachliche Stellungnahmen, die der Umstellung auf eine naturnahe Waldwirtschaft dienen,
    • Waldumbau, Weiterentwicklung, Wiederherstellung standortgerechter Laubbaum- u. Mischbestände durch Saat u. Pflanzung; Nachbesserungen, wenn bei geförderten Kulturen Ausfälle > 30% der Pflanzenzahl o. 1 ha zusammenhängende Fläche aufgetreten sind
    • Jungbestandspflege - Mischungs- und Standraumregulierung in jungen Beständen (Durchschnittsalter bis zu 15 Jahre)
    • Bodenschutzkalkung zur strukturellen Verbesserung der Bodenstreu, des Bodens oder des Nährstoffhaushalts
  • Förderung erfolgt mit Zuschüssen, die für die einzelnen Maßnahmen unterschiedlich sind und zwischen 30% und 90% liegen
  • Beihilfegrenze der De-minimis-Regelung von 200.000 EUR über drei Steuerjahre findet bis 2023 keine Anwendung

Förderberechtigte:

  • Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen sowie anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse u. denen gleichgestellte Zusammenschlüsse im Sinne des Bundeswaldgesetzes (BWaldG)
  • natürliche Personen

Laufzeit:

  • 2020 - 2023

Kontakt:

Förderbereich 5 B. Forstwirtschaftliche Infrastruktur

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Förderschwerpunkt:

  • Ziel: Erschließung von Waldgebieten für eine Bewirtschaftung, Prävention und Abwicklung von Schadereignissen
  • Förderfähige Maßnahmen:
    • Neubau, Befestigung und Instandsetzung forstwirtschaftlicher Wege
    • Errichtung von Holzkonservierungsanlagen (Erstinvestitionen zur Lagerung von Holz und die dafür erforderliche konservierende Behandlung)
  • Förderung erfolgt mit Zuschüssen, die für die einzelnen Maßnahmen unterschiedlich sind und zwischen 30% und 90% liegen
  • Beihilfegrenze der De-minimis-Regelung von 200.000 EUR über drei Steuerjahre findet bis 2023 keine Anwendung

Förderberechtigte:

  • Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen sowie anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse u. denen gleichgestellte Zusammenschlüsse im Sinne des Bundeswaldgesetzes (BWaldG)

Laufzeit:

  • 2020 - 2023

Kontakt:

Förderbereich 5 D. Erstaufforstung

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Förderschwerpunkte:

  • Ziel: Förderung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zur Sicherung der Waldfunktionen
  • Neuanlage von Wald auf bisher landwirtschaftlich genutzter Flächen
  • Erstaufforstung sonstiger Flächen

Förderberechtigte:

  • Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen sowie anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse u. denen gleichgestellte Zusammenschlüsse im Sinne des Bundeswaldgesetzes (BWaldG)
  • natürliche Personen

Laufzeit:

  • 2020 - 2023

Kontakt:

Förderbereich 5 E. Vertragsnaturschutz Wald

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Förderschwerpunkt:

  • Ziel: Lebensraumtypische biologische Vielfalt
  • Förderfähige Maßnahmen:
    • Bewirtschaftung, Pflege oder Nutzungsverzicht nach naturschutzfachlichen Vorgaben

Förderberechtigte:

  • Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen sowie anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse u. denen gleichgestellte Zusammenschlüsse im Sinne des Bundeswaldgesetzes (BWaldG)
  • natürliche Personen

Laufzeit:

  • 2020 - 2023

Kontakt:

Förderbereich 5 F. Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald

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Förderschwerpunkt:

  • Ziel: Die Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald
  • Förderfähige Maßnahmen:
    • Maßnahmen zur bestandes- und bodenschonenden Räumung von Kalamitätsflächen
    • Waldschutz
    • Wiederaufforstung

Förderberechtigte:

  • Besitzer forstwirtschaftlicher Flächen sowie anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse u. denen gleichgestellte Zusammenschlüsse im Sinne des Bundeswaldgesetzes (BWaldG)
  • natürliche Personen

Laufzeit:

  • 2020 - 2023

Kontakt:

Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes im Wald

ÖKOKONTEN zur Kompensation von Eingriffen in die Natur

  • Unter Ökokonto-Maßnahmen sind naturschutzfachliche Aufwertungsmaßnahmen zu verstehen, die freiwillig und auf Vorrat durchgeführt und später als Maßnahme zur Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft verwendet werden. Die Eingriffsregelung des Bundesnaturschutzgesetzes schreibt vor, dass gestalt- und landschaftsbildverändernde und die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes beeinträchtigende Eingriffe in Natur und Landschaft, wie beispielsweise Ausweisung von Baugebieten, Straßen- und Leitungsbau, ausgeglichen werden müssen.

Verfahren:

  • Jeder Waldeigentümer kann sich um die Durchführung von vergüteten Kompensationsmaßnahmen oder in einigen Ländern auch um die Einrichtung eines Ökokontos bemühen. Auskunft darüber erteilen die zuständigen Forstämter und die Unteren Naturschutzbehörden. Der formelle Antrag zur Einrichtung eines Ökokontos muss bei der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde gestellt werden und rechtzeitig vor Beginn der Naturschutzmaßnahme erfolgen. Hinzuzufügen sind die Katasterunterlagen, ein Übersichts- und Lageplan sowie insbesondere die Dokumentation des Ausgangzustandes der Fläche, die Beschreibung der geplanten Maßnahme und die Angaben zur langfristigen Pflege der Fläche bzw. dem langfristig angestrebten Entwicklungsziel.
  • Auf einem genehmigten Konto können nur Maßnahmen des Naturschutzes gutgeschrieben werden, die freiwillig ohne öffentlich-rechtliche Verpflichtung durchgeführt wurden.
  • Für die Ökokonten-Regelung geeignet sind Flächen, die naturschutzfachlich aufgewertet werden können. Hochwertige Flächen, die bereits dem gesetzlichen Biotopschutz unterliegen, können nicht mehr in ein Ökokonto eingestellt werden. Auch dürfen keine anderen Förderungen oder Festlegungen auf den Flächen vorliegen.
  • Zur Sicherung der naturschutzfachlichen Qualität von Kompensationsflächen und ihres dauerhaften Erhalts werden die Ökokonto-Flächen rechtlich dauerhaft gesichert. Dies erfolgt im Regelfall durch eine Sicherung im Grundbuch oder durch die Überführung des Eigentums an eine öffentliche Stelle oder eine Stiftung.

Ansprechpartner und genehmigende Stellen:

  • Bei Anerkennung und Umsetzung der Maßnahme wird das Ökokonto anschließend von der Unteren Naturschutzbehörde geführt. Allein ihr obliegen Ein- und Ausbuchungsvermerke über vom Kontoinhaber vorgenommene Naturschutzmaßnahmen in einem Ausgleichsflächenkataster.

VERTRAGSNATURSCHUTZ - Landesförderung

  • Insbesondere für Vertragsnaturschutzmaßnahmen als wesentliche Säule des staatlichen Naturschutzes stehen Mittel der Bundesländer und Landkreise zur Verfügung. Der Vertragsnaturschutz ist ein strategisches Instrument der Naturschutzbehörden zur Erhaltung der Kulturlandschaft oder bestimmter Lebensräume für Tiere und Pflanzen im freiwilligen Zusammenwirken mit Grundstücksbesitzern. Für den Vertragszeitraum soll eine angepasste land- oder forstwirtschaftliche Nutzung einer Fläche im Sinne des Naturschutzes gesichert und naturschutzrechtliche Ge- und Verbote ergänzt werden.

Förderfähige Maßnahmen:

  • Informationen über die Fördermöglichkeiten von kooperativen Vertragsnaturschutzmaßnahmen, die im Landesinteresse liegen, erteilen die jeweiligen Unteren Naturschutzbehörden oder die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS).
  • Je nach regionaler Notwendigkeit werden mit dem Eigentümer land- bzw. forstwirtschaftlich genutzter Flächen bestimmte dem Naturschutz dienliche und somit im Interesse der Allgemeinheit liegende Nutzungsformen oder Pflegearbeiten auf dem Grundstück vertraglich vereinbart. Vertragsnaturschutzmaßnahmen haben in der Regel eine Laufzeit von mindestens 5 Jahren und sind darauf ausgerichtet, den Erhaltungszustand von Arten und Lebensräumen zu verbessern oder die Ziele des europäischen Naturschutzes (Natura 2000) zu unterstützen.

Ansprechpartner:

  •  Zuständig für die Antragstellung sind die Unteren Naturschutzbehörden der jeweiligen Kreise oder kreisfreien Städte. Die Einhaltung der Vertragsverpflichtungen wird jährlich mit EU-, Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln bezuschusst.

Finanzierung:

  • Stiftungen
    • Die Inanspruchnahme staatlicher Fördermittel, insbesondere für hochinvestive Naturschutzmaßnahmen, setzt gewöhnlich nicht unerhebliche Eigenanteile voraus. Um diese aufzubringen, können Gelder von Stiftungen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes eingeworben werden.

    • Informationen zu Fördermöglichkeiten und Verfahrensabwicklungen geben die Stiftungen auf ihren jeweiligen Internetseiten. Beispiele deutscher Naturschutzstiftungen sind:

      • Allianz Umweltstiftung
      • Aktion Kulturland
      • Deutsche Bundesstiftung Umwelt
      • Edmund Siemers-Stiftung
      • Gregor Louisoder Umweltstiftung
      • Umweltstiftung Michael Otto
      • Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung
      • Heinz Sielmann Stiftung
      • Sparkassenstiftungen
      • Stiftung Rheinische Kulturlandschaft
      • Stiftung Unternehmen Wald
      • Zukunftsstiftung Landwirtschaft
      • Manfred-Hermsen-Stiftung
      • Stiftung Schorfheide-Chorin
      • Stiftung Zukunft Wald
      • Gute Wald Stiftung
  • Wirtschaftskooperationen
    • Etablierte Verfahren der Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen sind mittlerweile Kooperationen zwischen den Eigentümern von Naturschutzflächen mit Unternehmen oder Konzernen, die sich im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes engagieren wollen.

    • Sprechen Sie Unternehmen am besten direkt an und stellen Sie ihnen Ihr Projektkonzept vor.

  • Kompensationsmöglichkeiten

    • Zur aktiven Erhöhung der Treibhausgas-Speicherwirkung von Wäldern entwickelten sich in den zurückliegenden Jahren gemeinnützige Initiativen zur Einwerbung von Spendengeldern für den Schutz und die Neuanlage von Wäldern in Deutschland und weltweit.

    • Durch das Bereitstellen geeigneter Grundstücke bieten sich naturschutzfachlich sinnvolle Kooperationsmöglichkeiten zwischen Grundstückseigentümern und den besagten Initiativen zu beiderseitigem Vorteil.

Kontakt:

Sonstige Fördermöglichkeiten im Forstbereich

Bei den nachfolgend genannten Fördermaßnahmen handelt es sich um Förderungen auf Bundeslandebene.

Besondere Arbeitsverfahren in der Forstwirtschaft:

  • Teilweise bieten die Bundesländer finanzielle Fördermöglichkeiten auf der Grundlage landesspezifischer Verwaltungsvorschriften an, z. B. für bestands- und bodenschonende Verfahren der Holzbringung im Wald durch den Einsatz von Pferden.

Walderhaltungsabgaben:

  • Begünstigte von Waldumwandlungsgenehmigungen leisten auf der Grundlage der jeweils geltenden Landeswaldgesetze einen finanziellen Ausgleich durch sogenannte Walderhaltungsabgaben, wenn weder eine Erstaufforstung als Ersatzaufforstung noch sonstige Schutz- und Gestaltungsmaßnahmen im Wald möglich sind, um die nachteiligen Auswirkungen der Waldumwandlung auszugleichen.
  • Walderhaltungsabgaben stehen zweckgebunden zur Erhaltung des Waldes einschließlich der Verbesserung seiner Schutz- und Erholungsfunktionen zur Verfügung, z. B. für:
    • den Grunderwerb mit dem Ziel der Erstaufforstung,
    • die Erstaufforstung von Grundstücken,
    • die Rekultivierung von Landschaftsschäden mit dem Ziel der Aufforstung, soweit eine rechtliche Verpflichtung Dritter zur Rekultivierung nicht besteht,
    • die Anlage von Waldrändern für die Sicherung von Kulturen,
    • Maßnahmen zur Erhöhung der ökologischen Leistungsfähigkeit des Waldes und
    • Maßnahmen zur Erhöhung der Stabilität geschwächter Wälder.
  • Gewöhnlich dürfen Mittel aus der Walderhaltungsabgabe nicht für Maßnahmen eingesetzt werden, die zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Verwendung der Mittel mit anderen öffentlichen Mitteln förderfähig sind oder bei denen eine rechtliche Verpflichtung zu ihrer Durchführung besteht.

Zuschüsse zu Verjüngungskosten bei Waldbrandschäden:

  • Die Waldgesetze der Bundesländer sehen eine fristgemäße Wiederbewaldungspflicht nach flächigen Schadereignissen vor. Hierzu leisten einige Bundesländer auf Antrag und nach Maßgabe vorliegender Verwaltungsvorschriften Zuschüsse zu entstehenden Verjüngungskosten bei Waldbrandschäden im Körperschafts- und Privatwald, soweit vom Schädiger kein Ersatz zu erlangen ist. Die Bewilligungsstellen entscheiden nach pflichtgemäßem Ermessen.

  • Zuschussfähig sind gewöhnlich Ausgaben für:
    • gutachterliche Standortbewertungen,
    • Abräumkosten für abgestorbene Vorbestockung,
    • Kulturvorbereitung bei verjüngungsbehindernder Vegetation,
    • Bodenbearbeitung,
    • Verjüngung (Naturverjüngung, Saat, Pflanzung, Waldrandanlage),
    • Kulturpflege,
    • Schutz vor Wildverbiss und
    • Nachbesserungen.

Ansprechpartner:

  • Welche der genannten forstlichen Fördermöglichkeiten in den einzelnen Bundesländern verfügbar sind, darüber erteilen die Forstbehörden der Bundesländer (Forstamt, Landesforstbetrieb, in einigen Bundesländern auch die Landwirtschaftskammer oder andere Institutionen) Auskunft.
  • Ansprechpartner 

Waldklimafonds

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Förderschwerpunkte:

  • Maßnahmen zur "Erhöhung der Anpassungsfähigkeit von Wäldern an den Klimawandel" (Förderschwerpunkt 1)
  • Maßnahmen zur "Sicherung und Erhöhung der CO2-Speicher- und Senkenfunktion der Wälder sowie die Vermeidung von Treibhausgasemissionen" (Förderschwerpunkt 2)

Art und Höhe der Mittelvergabe:

  • Zuwendungen für Maßnahmen der Förderschwerpunkte 1 und 2 können bei privaten und kommunalen Zuwendungsempfängern bis zu 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben betragen. Sie werden auf dem Wege der Projektförderung auf Ausgabenbasis als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

  • Der Zuschuss wird als Anteilfinanzierung gewährt und auf einen Höchstbetrag begrenzt.

  • Für Maßnahmen der Neuanlage von Mischwäldern (Erstaufforstung) wird als Aufforstungsprämie nur eine Festbetragsfinanzierung gewährt. Unbezahlte, freiwillige eigene Arbeitsleistungen der Zuwendungsempfänger und ihrer Familienangehörigen (Eigenleistung) im Privatwald sind bis zu 80 % der Ausgaben förderfähig, die sich für vergleichbare Lohnkosten bei der Durchführung dieser Arbeiten im Staatswald ergeben würden.

Förderberechtigte:

  • natürliche oder juristische Person des privaten- oder öffentlichen Rechts, ein nach Bundeswaldgesetz anerkannter forstwirtschaftlicher Zusammenschluss oder eine Personenvereinigung sein, die ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland hat
  • Maßnahmen im Bereich des Kleinprivatwaldes sind möglichst gemeinschaftlich von einem geeigneten Träger (z. B. forstwirtschaftlicher Zusammenschluss, Körperschaft des öffentlichen Rechts) abzuwickeln.

Kontakt:

Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahme (BEG EM)

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Förderschwerpunkte:

Im Zuge der BEG EM werden seit dem 01.01.2021 folgende Einzelmaßnahmen mit folgenden Zuschüssen gefördert:

  • Maßnahmen an der Gebäudehülle (beispielsweise Dämmung Außenwände, Dachflächen, Erneuerung, Ersatz oder erstmaliger Einbau von Türen, Toren und Fenstern): 20 Prozent
  • Anlagentechnik (beispielsweise Einbau und Austausch oder Optimierung raumlufttechnischer Anlagen, Einbau digitaler Systeme zur Verbrauchsoptimierung): 20 Prozent
  • Erneuerbare Energien für Heizungen (beispielsweise Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Hybridheizungen oder Solarthermieanlagen): 20 bis 45 Prozent
  • Maßnahmen zur Heizungsoptimierung (beispielsweise hydraulischer Abgleich einschließlich Austausch von Heizungspumpen): 20 Prozent
  • Fachplanung und Baubegleitung im Zusammenhang mit einer Einzelmaßnahme: 50 Prozent
  • Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik)
    • Förderung des Einbaus effizienter Wärmeerzeuger
    • Anlagen zur Heizungsunterstützung
    • Anschluss an Gebäude-/Wärmenetz, das mind. 25% erneuerbare Energien f. Wärmeerzeugung einbindet
    • Förderfähige Heizungen sind u. a.:
      • Biomasseheizungen ab mind. 5 kW Nennwärmeleistung und die zu mehr als 50% genutzt werden für Warmwasserbereitung, Raumheizung, kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung sowie Wärmezuführung im Gebäudenetz
      • Innovative Heiztechnik auf Basis erneuerbarer Energien, die mind. 80% d. Energien für Wärmeerzeugung einsetzen
      • Gas-Brennwert- und –hybridheizungen
      • Sollarkollektoranlagen
      • Wärmepumpe
  • Heizungsoptimierung
    • Voraussetzung: Durchführung hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage inklusive Einstellung der Heizkurve bzw. alternativ Heizungscheck nach DIN EN 15378
    • Maßnahmen: Austausch von Heizungspumpen sowie die Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung, Maßnahmen zur Absenkung der Rücklauftemperatur bei Gebäudenetzen im Sinne der Richtlinien; im Falle einer Wärmepumpe auch die Optimierung der Wärmepumpe; Dämmung von Rohrleitungen etc.

Förderberechtigte:

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften
  • freiberuflich Tätige
  • Kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Gemeinde- und Zweckverbände, sowie rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, sofern diese zu Zwecken der Daseinsvorsorge handeln
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, z. B. Kammern oder Verbände
  • gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen
  • sonstige juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Laufzeit:

  • Ab 01.01.2021

Kontakt:

  • Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM)
    Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
    AS 1
    Frankfurter Straße 29 – 35
    65760 Eschborn
    Telefon: 06196 908-1625
    Fax: 06196 908-1800

    Erreichbarkeit
    Montag bis Donnerstag: 08:00 Uhr – 16:00 Uhr
    Freitag: 07:00 Uhr – 15:00 Uhr

    www.bafa.de

Bundesförderung der Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme (EBN)

Link zum Programm 

Förderschwerpunkte:

  • Förderung setzt sich aus drei Modulen zusammen
  • Modul 1: Energieaudit DIN EN 16247
    • Förderung von Energieaudits, die wesentlichen Anforderungen an Energieaudit im Sinne von § 8a des Gesetzes über Energiedienstleistungen u. andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) u. insbes. Anforderungen der DIN EN 16247 entsprechen
  • Modul 2: Energieberatung DIN V 18599
    • Förderung von Energieberatungen für Nichtwohngebäude im Bestand und im Neubau mit dem Ziel, Energieeffizienz u. erneuerbare Energien in Planungs- u- Entscheidungsprozess einzubeziehen, um damit die Effizienzpotenziale zum individuell günstigsten Zeitpunkt auszuschöpfen
  • Modul 3: Contracting-Orientierungsberatung
    • Förderung der Erstellung eines Contracting-Modells mit vertraglicher Einspargarantie 

Förderberechtigte:

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU),
  • Freiberufler,
  • Nicht-KMU mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland, deren Gesamtenergieverbrauch gemäß § 8 Absatz 4 EDL-G über alle Energieträger hinweg im Jahr höchstens 500.000 Kilowattstunden beträgt
  • Kommunale Gebietskörperschaften (Gemeinden, Städte, Kreise),
  • Kommunale Zweckverbände nach dem jeweiligen Zweckverbandsrecht (die Mitglieder dürfen ausschließlich inländische kommunale Gebietskörperschaften sein),
  • Gemeinnützige Organisationen, Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus sowie deren Einrichtungen und Stiftungen im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG,
  • Soziale und gesundheitliche Einrichtungen,
  • Kultureinrichtungen.

Laufzeit:

  • 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2024

Kontakt:

  • Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme
    Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
    Referat 512 – Energieberatung
    Frankfurter Straße 29 – 35
    65760 Eschborn
    Telefon: 06196 908-1880
    Fax: 06196 908-1800

    Erreichbarkeit:
    Montag bis Donnerstag: 08:00 Uhr – 16:00 Uhr
    Freitag: 07:00 Uhr – 15:00 Uhr

    www.bafa.de

Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft (Nr. 295)

Link zum Programm

Förderschwerpunkte:

Mit dem KfW Produkt 295 werden Vorhaben zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Wärme-Technologien in der Wirtschaft unterstützt. Maßnahmen zur Energieeinsparung und Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland werden durch zinsgünstige Kredite der KfW in Verbindung mit Tilgungszuschüssen aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Vorhaben, die die Förderbedingungen des KfW Produkts 295 erfüllen, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie alternativ auch über einen reinen Investitionszuschuss. Die Antragstellung für den Investitionszuschuss erfolgt über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (siehe für weitergehende Informationen https://www.bafa.de/).
Die Förderschwerpunkte gliedern sich in 4 Module:

  • Modul 1: Querschnittstechnologien (Förderung von investiven Einzelmaßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Technologien.)
  • Modul 2: Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien (Förderung von Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus Biomasseanlagen, Solarkollektoranlagen und Wärmepumpen.)
  • Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software
  • Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

Weitere Informationen zur Förderung finden Sie im Merkblatt "Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft", Link.

Förderberechtigte:

  • Unternehmen aller Branchen und Größen (ausgeschlossen sind Kommunen und deren unselbständige Eigenbetriebe sowie Unternehmen, die unter einen beihilferechtlichen Förderausschluss fallen)

Laufzeit:

  • 01.01.2019 - 31.12.2022

Kontakt:

Fördersparte "Forstwirtschaft" der Landwirtschaftlichen Rentenbank (Nr. 110/111)

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Förderschwerpunkte:

  • Gefördert werden im Programm 111 zu Top-Konditionen insbesondere waldbauliche Maßnahmen, die die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber dem laufenden Klimawandel erhöhen wie:
    • Ausgaben für die Erstaufforstung bisher nicht forstwirtschaftlich genutzter Fläche
    • Ausgaben für den klima- und standortangepassten Waldumbau
    • Ausgaben für Waldschutzmaßnahmen, einschließlich Wildschutz und Vorbeugung von Waldbränden
    • Ausgaben der Räumung, Lagerung und Wiederaufforstung bei Extremwetter- oder sonstigen Schadereignissen
    • Gemeinschaftlicher Maschinenkauf von Forstbetrieben
    • Investitionen in gemeinschaftlich genutzte forstwirtschaftliche Infrastruktur (z.B. Holzlager bzw. Holzkonservierungsanlagen, Wegeinstandsetzung, Wasserführung)
  • Gefördert werden zu Basis-Konditionen im Programm Nr. 110: 
    • Erwerb von Waldflächen 
    • Investitionen und betriebliche Ausgaben
  • Bis zu 100 % der förderfähigen Ausgaben können finanziert werden, wobei die Rentenbank das Darlehen nicht direkt, sondern über die Hausbank des Kreditnehmers vergibt. Zusätzlich zu dem zinsgünstigen Darlehen kann die Rentenbank einen Förderzuschuss gewähren.

Förderberechtigte:

  • Waldeigentümer, forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, Waldgenossenschaften und Pächter von Waldflächen jeder Rechtsform

Laufzeit:

  • 30.06.2024

Kontakt:

  • Landwirtschaftliche Rentenbank
    Postfach 10 14 45
    60014 Frankfurt am Main
    Telefon Förderberater: 069 / 2107-700

    www.rentenbank.de

Umwelt- und Verbraucherschutz (Nr. 253)

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Förderschwerpunkte:

  • Investitionen zur Minderung von Emissionen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft
    • Erstmaliges Anlegen von mehrjährig nutzbaren Energiepflanzenplantagen (KUP, Durchwachsene Silphie)
    • Investitionen, die Nutzungspotentiale für Nebenprodukte eröffnen
  • Investitionen zur Verbesserung des Verbraucherschutzes
  • Investitionen zur Senkung des Energieverbrauchs in der Ernährungswirtschaft
  • Förderung mit zinsgünstigem Darlehen, mit dem 100 % der förderfähigen Investitionskosten finanzierbar sind

Förderberechtigte:

  • Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft

Laufzeit:

  • 30.06.2024

Kontakt: